AOL kauft TechCrunch: Gründer Arrington soll unabhängigen Journalismus beibehalten

Mittwoch, 29. September 2010
Bis zu 40 Millionen US-Dollar könnte AOL-Chef Tim Armstrong für TechCrunch hingeblättert haben
Bis zu 40 Millionen US-Dollar könnte AOL-Chef Tim Armstrong für TechCrunch hingeblättert haben

TechCrunch, einer der führenden Blogs zum Thema digitale Technologien, gehört ab sofort zu AOL. Das Unternehmen wird in das AOL Technology Network integriert, bleibt jedoch eigenständig. Durch den Kauf will AOL seine Position "als einer der weltweit führenden Anbieter von qualitativ hochwertigen, technik-orientierten Inhalten" stärken, so AOL-Chef Tim Armstrong. Hauptgrund für den Verkauf ist laut TechCrunch-Gründer Michael Arrington die technische Kompetenz von AOL, von der sich der Chefredakteur des Blogs künftig eine wesentliche Erleichterung bei der Arbeit erhoffe. Er selbst wolle noch "sehr, sehr lange" für den Blog arbeiten.

Für wie viel TechCrunch über den Ladentisch gegangen ist, ist nicht bekannt, Medienberichten zufolge könnten es zwischen 25 und 40 Millionen US-Dollar gewesen sein. Arrington betont jedoch, dass auch nach Verkauf des Blogs an AOL eine kritische Berichterstattung über das Mutterunternehmen stattfinden wird, sollte dies nötig sein. Die redaktionelle Unabhängigkeit sei vertraglich festgeschrieben. "Das, was TechCrunch besonders gemacht hat, soll auch künftig bestehen bleiben", so Arrington. Der Unternehmenssitz bleibt in San Francisco, wo auch AOL seine Zentrale hat.

Zu TechCrunch gehören neben dem Blog unter anderem auch ein Mobil- sowie Web-TV-Angebot, außerdem organisiert das Unternehmen Konferenzen, Veranstaltungen und Awards. Im AOL Technology Network sind bereits die Web-Magazine Engadget und Switched, der inoffizielle Apple-Blog TUAW und der Blog Download Squad vertreten. sw
Meist gelesen
stats