AOL Europe investiert 150 Millionen Mark für Schulen

Dienstag, 22. Februar 2000

Mit einem der größten Investitionsprogramme in der deutschen Internet-Geschichte will AOL Europe dem Angebot der Deutschen Telekom, alle deutschen Schulen mit kostenlosem Internetzugang auszurüsten (HORIZONT 7/2000) Paroli bieten. Über 150 Millionen Mark sollen aufgewendet werden, um alle 44.000 Schulen in Deutschland sowie ihre 900.000 Lehrer und 10 Millionen Schüler ins Netz zu bringen. Dazu erhalten alle Schulen über AOL kostenlose Zugänge ins Internet. Für die Lehrer übernimmt AOL die monatliche Grundgebühr für die private und berufliche Nutzung; zusätzlich wird eine spezielle Hotline für Lehrer geschaltet, um Fragen über die Nutzung des Internet zu beantworten. Für die rund 10 Millionen Schüler an deutschen Schulen führt AOL einen "Taschengeld-Tarif" ein, der es ermöglicht, das Internet für 10 Mark zusätzlich zur Grundgebühr jeden Tag eine Stunde kostenfrei zu nutzen. Damit, so AOL-Chef Andreas Schmidt, sollen Barrieren abgebaut werden, die Deutschlands Anschluss an die Wissensgesellschaft der Zukunft bislang verhindert haben.
In den Ausbau der Netzwerk-Infrastruktur in Deutschland will AOL zusätzlich in den nächsten Monaten insgesamt rund 200 Millionen Mark investieren. Unter anderem werden weitere 20.000 Modems installiert, um die Geschwindigkeit von AOL zu erhöhen.
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