AOL-Deutschland will 2003 schwarze Zahlen schreiben

Dienstag, 12. März 2002

Der Onlinedienst AOL Deutschland will im Geschäftsjahr 2002 seine Verluste gegenüber dem Vorjahr halbieren. Wie die "Financial Times Deutschland" in ihrer Onlineausgabe berichtet, begründet das Unternehmen die prognostizierte Trendwende mit der Abschaffung der defizitären ISDN-Flatrate, die im Herbst 2001 eingestellt wurde.

Zusammen mit den hohen Werbeaufwendungen habe der Pauschaltarif für den zeitlich unbegrenzten Internetzugang einen Verlust von über 300 Millionen Euro verursacht, zitiert die "FTD" unternehmensnahe Kreise.

AOL Deutschland, das den Angaben zufolge 2001 mehr als 400 Millionen Euro umgesetzt hat, habe sich zum Ziel gemacht, in diesem Jahr um gut 20 Prozent zu wachsen, heißt es im Zeitungsbericht weiter. Die Gewinnschwelle werde für das Jahr 2003 angepeilt. AOL hat derzeit in Deutschland rund 2,7 Millionen Kunden.
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