ALM-Studie: Weniger Fiction, mehr Shopping

Mittwoch, 17. Dezember 2003

Deutlich weniger Filme und Serien bekommen die deutschen TV-Zuschauer in den letzten Jahren laut den neuesten Ergebnissen der kontinuierlichen Fernsehprogrammforschung der Arbeitsgemeinschaft der Landesmedienanstalten (ALM) zu sehen. Danach ist das Film- und Serienangebot der Sender zwischen 1998 und 2002 im Durchschnitt um 6 Prozent zurückgegangen. Bezogen auf den gesamten Markt sind das 12 Stunden pro Sendetag. Am stärksten betrifft der Rückgang die Kanäle von Pro Sieben Sat 1 Media. Laut AML wirkt sich der Trend vor allem zu Lasten von US-Kaufproduktionen, weniger zu Lasten von Eigen- und Auftragsproduktionen der Veranstalter aus.

Starke Zuwachsraten - um 2 Prozentpunkte beziehungsweise 4 Stunden am Tag - haben die Medienwächter dagegen bei Magazinen, Reportagen und Dokus registriert: Sat 1 bringt zwei Stunden mehr als 1998, Pro Sieben und das ZDF rund 60 Minuten. Ebenfalls zugelegt haben Quiz- , Spiel-Shows und Comedy-Formate. Bei Pro Sieben legten diese Genre mit 2 Stunden pro Tag am stärksten zu. Starke Zuwachsraten verzeichnet die ALM auch bei Teleshopping, das den Rückgang der Spotwerbung um rund 1 Prozent (2 Stunden) unter dem Gesichtspunkt der Sendezeit mehr als ausgeglichen hat: Über alle Programme hinweg fallen rund 8 Stunden mehr am Tag an. 1998 strahle nur Vox Teleshoppingsendungen aus, heute sind es außer Pro Sieben alle privaten Vollprogramme. he
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