AIM: Beiräte sollen Akzeptanz steigern

Freitag, 19. November 2010
Mediaplus-Chef Andreas Bahr begrüßt AIM als "innovativen Ansatz"
Mediaplus-Chef Andreas Bahr begrüßt AIM als "innovativen Ansatz"

Verlage auf Kommunikationskurs: Die Zeitschriftenhäuser wollen Werbekunden und Mediaagenturen besser in die Weiterentwicklung ihrer bei manchen Agenturenchefs und einzelnen Verlagen umstrittenen gemeinsamen Werbewirkungs- und Marktforschungsinitiative Ad Impact Monitor (AIM) einbinden. So soll es bis Mitte Dezember Workshops mit Vertretern von Kunden und Agenturen geben; auch die Installation von Kunden- und Expertenbeiräten ist geplant. Dies verkündeten die AIM-Verantwortlichen bei einer Präsentation bei den VDZ-Zeitschriftentagen in Berlin.   Damit reagieren die Verlage auf teilweise heftige Kritik einzelner großer Agenturen (vor allem Group M) am Forschungsdesign, an ihrer Einbindung und an der Kommunikation der Tools. Auch die Bauer Media Group als einer der Hauptfinanciers von AIM gilt seit Wochen als Wackelkandidat. Grund sind Zweifel daran, inwieweit die bisher offenbar verhaltene Akzeptanz von AIM die Forschungsinvestition in Höhe eines mittleren einstelligen Millionbetrags rechtfertige. Immerhin: Bauers neuer Vermarktungschef Andreas Fuhlisch wurde im Publikum gesichtet. Am Freitag dieser Woche fallen bei einer VDZ-Arbeitsgruppensitzung erste Vorentscheidungen, wie es mit AIM weitergeht - beim Forschungsdesign und bei der Kostenverteilung. 

Immerhin konnte der VDZ auf seiner Berliner Tagung mit Andreas Bahr, Chef der Agenturgruppe Mediaplus, einen Fürsprecher für AIM aufbieten. Er begrüßte den Ansatz als "innovativ und Chance, bisherige Forschungslücken zu schließen und als Printbranche Geschlossenheit zu zeigen". Besonders die Möglichkeit, die Rohdaten der Forschungsergebnisse zu erhalten und damit kundenindividuell arbeiten zu können, sei "hilfreich". Gleichwohl fordert auch Bahr Nachbesserungen, etwa die bessere Berücksichtigung von Digitalmedien - besonders im Longtail -, Radio und Plakat. Vielleicht können Bahr und seine Mediaplus-Forscher dies ja selber in AIM einbringen, etwa in einem künftigen AIM-Expertenbeirat. Bahr: "Da wären wir dabei." rp
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