AGF misst TV-Nutzung via Festplatten- und DVD-Recorder

Montag, 12. November 2007

Die neue Messtechnik, die neben den bisherigen Daten zusätzlich zur Messung der zeitversetzten TV-Nutzung über Videorecorder auch die Nutzung über Festplatten- und DVD-Recorder erfasst, wird in diesem Jahr an die Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF) übergeben. Die Technik mit dem Namen TC Score hat das Schweizer Tochterunternehmen der GfK, Telecontrol, entwickelt. "Follow the content ist das Prinzip, das wir verfolgen und dessen Abbildung wir uns zur Aufgabe gemacht haben. Dieses basiert nicht auf einer geräte-, orts- oder zeitabhängigen Definition von Fernsehnutzung, sondern hat die möglichst vollständige Erfassung sämtlicher Nutzung von TV-Content zum Ziel", sagt Florian Ruckert, stellvertretender Vorsitzender des AGF-Vorstandes auf dem diesjährigen AGF-Forum in Wiesbaden.

Die Auswertungssysteme der GfK sollen im Jahr 2009 "nach intensiven Tests" umgestellt werden. Zum gleichen Zeitpunkt wird es möglich sein, Split Screens und andere parallele Ereignisse auf dem Bildschirm zu analysieren.

Ab 2008 will die AGF zudem die Reportingmöglichkeiten erweitern und vor allem kleineren Sendern damit die Möglichkeit geben, ihre Leistungswerte besser abzubilden. "Damit möchten wir dem immer wieder geäußerten Irrglauben begegnen, das AGF-System sei für die Abbildung kleinerer Sender nicht geeignet. Das Gegenteil ist der Fall - kein anderes Zuschauerpanel in Europa verfügt über eine größere Haushaltsbasis, und kein anderes über eine derartige Datentiefe", so Karin Hollerbach-Zenz, Sprecherin der Technischen Kommission der AGF. ra



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