AGF erweitert Messtechnik

Dienstag, 28. September 2010
Ruckert reagiert auf Fragmentierung
Ruckert reagiert auf Fragmentierung

Die Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF) will in Zukunft neue Methoden einsetzen, die die bisherige Messtechnik ergänzen sollen. „Wir müssen technologieunabhängiger werden", so Florian Ruckert, Vorsitzender des AGF-Vorstandes und Geschäftsleiter Marketing der IP Deutschland, bei der AGF-Jahrestagung in Wiesbaden.  Bislang rüstet die Gemeinschaft die 5640 Teilnehmer des TV-Panels der Gesellschaft für Konsumforschung mit eigenen Geräten aus, die die Messtechnik enthalten: Wer Fernsehen via Satellit bezieht, bekommt einen entsprechenden Satellitenreceiver, Nutzer von terrestrischem Fernsehen einen DVB-T-Empfänger. 

Weil die TV-Übertragung durch Hybrid-TV, Streaming und verschlüsselte Digitalreceiver zunehmend komplexer wird, testet die AGF derzeit zusätzliche Systeme. Beispielsweise Audio-Matching-Verfahren, bei denen anhand der Tonspur abgeglichen wird, welchen Sender der Zuschauer gerade eingeschaltet hat. So sollen auch die Verschlüsselungssysteme überbrückt werden können, wie sie die Plattformbetreiber zunehmend einsetzen.

Diese Ansätze haben jedoch auch Schwächen. Schaltet der Nutzer den Ton zum Beispiel auf lautlos, weil er nebenher telefoniert, würde er zwar noch die Bilder wahrnehmen, aber für die Quote nicht mehr zählen. „Wir wollen daher an der Substitution der Geräte als Basistechnologie-Standard festhalten", sagt AGF-Vorstandsmitglied Karin Hollerbach-Zenz, bei Seven-One Media Consulting Director Marketing & Research. pap
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