AG.MA will bald Währung für konvergente Mediennutzung liefern

Mittwoch, 25. November 2009
Hans Georg Stolz kündigt Task Force an
Hans Georg Stolz kündigt Task Force an

Werbungtreibende, Mediaagenturen und Medienhäuser fordern bereits seit einiger Zeit Währungsstandards für die konvergente Mediennutzung. Dem ist die Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (AG.MA) nun ein Stück näher gekommen. Auf ihrer heutigen Mitgliederversammlung in Berlin hat sie eine richtungsweisende Neuerung in die Wege geleitet. Werbungtreibende und Agenturen haben sich bei der Sitzung darauf verständigt, dass die AG.MA auch die Standards der Mediawährung für die konvergente Mediennutzung in Zukunft setzen soll. Die Mitglieder fordern, dass die Festlegung der neuen Leistungswerte nicht einzelnen Medienunternehmen oder anderen Institutionen überlassen bleiben darf.

Auf diese Forderung will die AG.MA nun schnell reagieren. "Unter dem Titel Konvergenz und Intermedia werden wir eine Arbeitsgruppe gründen, die bereits Anfang nächsten Jahres ihre Arbeit aufnehmen soll", kündigt Hans Georg Stolz, Vorstandsvorsitzender der AG.MA an.

Das Projekt ist ein Meilenstein für die Medienbranche, denn die Intermedia-Datei soll in Zukunft eine nahezu ganzheitliche Bewertung von Planungsleistungen sämtlicher Gattungen ermöglichen. Da klassischen Medien immer mehr Leser beziehungsweise Zuschauer an das Internet verlieren, hoffen vor allem sie auf die Intermedia-Datei. Sie könnte es ihnen ermöglichen, über Markenreichweiten die Vermarktung ihrer Angebote wieder anzukurbeln.

Zudem plant die AG.MA eine weitere Neuerung. Ab 2010 werden ausländische Mitbürger in die Reichweitenerhebung aller Mediengattungen berücksichtigt. "Dies ist nicht nur ein weiterer Schritt auf dem Weg, die Reichweiten der Medien in der Bevölkerung noch exakter als bisher abzubilden. Sie ist auch ein politisches Statement im Hinblick auf die Integration von Ausländern in unserer Gesellschaft", kommentiert Stolz die Entscheidung. Die Grundgesamtheit wird in Zukunft 70,56 Millionen Menschen ab 14 Jahre betragen (vorher: 64,52 Millionen Deutsche). bn
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