AG.MA-Mitglieder beschließen Neuauftritt ihrer Organisation

Donnerstag, 29. November 2001
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Auf der Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft Mediaanalyse (AG.MA) haben die Delegierten die Vorschläge des Vorstands zum Neuauftritt bestätigt (HORIZONT 46/2001). Zu den Neuerungen gehören unter anderem das neue AG.MA-Logo, mit dem das Konzept eines konsensualen Dachverbands für alle Mediengattungen optisch transportiert werden soll sowie der überarbeitete Online-Auftritt. "Nur innerhalb der AG.MA kann eine gemeinsame Werbewährung ermittelt werden. Zugleich ist das Dach offen gehalten, um auch anderen Gruppierungen und Medien im Zusammenschluss von mehr als 250 Unternehmen der Werbe- und Medienwirtschaft die Mitgliedschaft zu ermöglichen", meint der Vorstandsvorsitzende Hans Georg Stolz.

Die Veränderungen sind erste Ergebnisse der strategischen Neuausrichtung, die jetzt konsequent weiter umgesetzt werden soll. Über eine Satzungsänderung wurde in Frankfurt auch die endgültige Integration der Plakatwerbung in die AG.MA beschlossen. Bereits Mitte nächsten Jahres wird erstmals eine Plakattranche nach PMA-Modell unter dem Dach des Verbands durchgeführt. Erste Resultate wird es frühestens im Sommer 2003 geben, wobei Art und Umfang noch offen sind.

Neben den Out-of-Home-Medien arbeitet die AG.MA daran, Mediaanalysen auch für den Online-Bereich und die Kundenzeitschriften auf den Weg zu bringen. Wegen der Komplikationen im methodischen Ansatz legt sich der AG.MA-Vorstand hier nicht auf einen Zeithorizont bis zur endgültigen Realisierung fest.

Auch in den bestehenden Mediaanalysen gibt es Veränderungen: So wird in der Radio MA 2002 die Feldzeit von 25 auf 30 Erhebungswochen ausgedehnt, zudem die Basisfallzahl von derzeit 30.000 auf 40.000 Fäller erhöht, so dass künftig noch präzisere Analysen möglich sind. Im Printbereich wird im kommenden Jahr darüber hinaus ein großer 3000er Feldtest auf Pentop-Basis (PC-Einsatz) durchgeführt. Mit dem, in der Branche nicht ganz unumstrittenen, Verfahren soll ein zügigerer Ablauf des Interviews, Filtersicherheit sowie eine schnellere Datenverarbeitung gewährleistet werden.

Noch in der Diskussion ist das Thema AG.MA-Gütesiegel im Bereich der Markt-Media-Studien: "Wir können uns vorstellen, das zweifellos international anerkannte hohe Forschungsrenomee der AG.MA zu nutzen und im Rahmen von Auditings Gutachten zu erstellen, die den Qualitätsstandard von Untersuchungen belegen", meint Stolz.
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