ADC wirft Hans-Peter Albrecht aus dem Präsidium

Dienstag, 19. Juni 2012
Hans-Peter Albrecht fliegt aus dem Präsidium des ADC
Hans-Peter Albrecht fliegt aus dem Präsidium des ADC

Der ADC kommt nicht zur Ruhe. Nachdem es in der vorigen Woche eine heftigen Schlagabtausch zwischen Präsidiumssprecher Jochen Rädeker und Amir Kassaei, Chef des europäischen Dachverbands ADCE gegeben hat, folgt nun der nächste Akt des Schauspiels. Das Präsidium des Kreativclubs schließt Hans-Peter Albrecht, Vertreter der Münchner Sektion, aus dem Gremium aus. Begründung: Das Führungsteam sieht keine Grundlage mehr für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Albrecht. "Um die Handlungsfähigkeit des Präsidiums im Sinne der Mitglieder zu sichern, war dieser Schritt notwendig", teilt der ADC in einer Presseerklärung mit.

ADC-Chef Rädeker bedauert die Entwicklung und dankt Albrecht für die engagierte Zusammenarbeit der vergangenen Jahre. Zu den Gründen für den Rauswurf will sich der Verband nicht äußern. Der Schritt dürfte aber in engem Zusammenhang mit den Vorfällen der vorigen Woche stehen. Kommissarisch übernimmt Mathias Jahn, Präsidiumsmitglied für den Fachbereich Werbung, die Leitung der Münchner Sektion. Neuwahlen stehen im Herbst auf dem Programm.

Albrecht erklärt inzwischen gegenüber HORIZONT.NET, er habe bislang keine offizielle Begründung für seinen Rauswurf erhalten. Gleichzeitig kündigt er an, bei den bevorstehenden Sektionswahlen in München erneut kandidieren zu wollen.

Rädeker und Kassaei hatten sich über die Frage in die Wolle gekriegt, ob künftig Einzelmitgliedschaften im europäischen Dachverband möglich sein sollen. Während der neue ADCE-Chef Kassaei diese Option schaffen will, lehnt der deutsche ADC das Vorhaben ab. Ende voriger Woche hatte man sich zunächst auf einen Formelkompromiss geeinigt, der vorsah, Einzelmitgliedschaften nur nach Rücksprache mit den nationalen Clubs zu ermöglichen. mam  
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