ACTA 2011: E-Commerce schmerzt stationären Handel

Donnerstag, 06. Oktober 2011
Online-Shopping hat sich durchgesetzt
Online-Shopping hat sich durchgesetzt
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69 Prozent der 14- bis 64-Jährigen shoppen bereits im Web. Der Anteil derjenigen, die in den letzten 12 Monaten 10-mal oder häufiger online eingekauft haben, ist zudem binnen Jahresfrist von 14 Prozent (2010) auf 17 Prozent (2011) gestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt die Allensbacher Computer- und Technik-Analyse (ACTA) 2011. Umgerechnet entfallen in diesem Jahr auf jeden Bürger durchschnittlich 5,1 Online-Käufe – ein Plus von 16 Prozent gegenüber 2010. Tendenz steigend. Knapp die Hälfte der heutigen Online-Kunden plant, Web-Shopping häufiger zu nutzen (43 Prozent). Insbesondere Anbieter von Bekleidung, Mode und Schuhen konnten die Online-Käuferreichweite deutlich steigern – von 22 Prozent in 2009 auf aktuell 33 Prozent.

Ebenso kauft mittlerweile rund jeder dritte Erwachsene in Deutschland Bücher über das Internet (36 Prozent) oder bucht hier Reisen (33 Prozent).

Das Wachstum des E-Commerce hinterlässt auch deutliche Spuren im stationären Handel. So ist der Anteil jener, die traditionell technische Geräte in kleineren Elektro-Fachgeschäften kaufen, binnen Jahresfrist um 7 Prozent zurückgegangen, bei den Elektronikabteilungen großer Kaufhäuser sogar um 12 Prozent. Große Elektrohandelsketten sowie Lebensmitteldiscounter konnten ihre Stammkunden-Reichweite dagegen stabil halten.

Gewinner des E-Commerce-Booms sind vor allem große Online-Anbieter wie Amazon: Der Anteil derjenigen, die technische Produkte üblicherweise dort erstehen, ist in nur einem Jahr um 20 Prozent gestiegen. ork
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