84 Prozent der Jugend setzen auf das Internet

Donnerstag, 13. Februar 2003
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Jugendforschung


Die Begeisterung der Jugendlichen fürs Internet steigt stetig: 84 Prozent der 13- bis 24-Jährigen sind der Meinung, dass das Internet in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen wird. Nach den Ergebnissen einer Studie des Institut für Jugendforschung (IJF) glauben zudem zwei Drittel der Jugendlichen und jungen Erwachsenen, dass Internet und E-Mail unser Leben beschleunigen werden und 59 Prozent der 13- bis 24-Jährigen gehen davon aus, dass das Internet unseren zukünftigen Lebensstil entscheidend prägen wird.

Der Zugang zum Internet gehört mittlerweile zum Alltag: Drei Viertel aller Jugendlichen und jungen Erwachsenen können im eigenen Haushalt auf einen PC zugreifen. Fast die Hälfte der 13- bis 24-Jährigen besitzt sogar einen eigenen Computer. Jugendliche, die auf einen Computer zugreifen können, haben fast alle auch einen Internetzugang. Nur noch 13 Prozent von ihnen bleibt der Zugang zum Internet versperrt.

Fast ein Viertel der Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit PC gehen sogar jeden oder fast jeden Tag ins Internet. Sogenannte "Heavy-User", Jugendliche, die sechs und mehr Stunden in der Woche im Netz sind, stellen einen Anteil von 27 Prozent. Zwischen den Geschlechtern bestehen nach wie vor Unterschiede bei Computerbesitz und Internet-Nutzung. Zwar haben männliche und weibliche Jugendliche mittlerweile in gleichem Maße Zugriff zu einem Computer, jedoch besitzen männliche Jugendliche häufiger einen eigenen PC als weibliche und zählen fast doppelt so häufig zur Extremgruppe der "Heavy-User" (34 zu 18 Prozent).

Bei den Internetaktivitäten steht nach wie vor das Versenden von E-Mails und die gezielte Informationssuche an erster Stelle. Deutlich an Bedeutung gewonnen hat im Verlauf der letzten Jahre Musik hören beziehungsweise das Herunterladen von Musik und Videos sowie die Recherche im Internet für Hausaufgaben. Zeitaufwendiges Downloaden von Musik und Software wie auch Onlinespiele sind bevorzugt eine Männerdomäne - das erklärt auch ihren höheren Anteil bei den "Heavy- Usern". Die weibliche Jugend hingegen setzt tendenziell stärker auf das Verschicken von Kurznachrichten, die gezielte Informationssuche wie auch die Nutzung des Internets für Hausaufgaben.
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