50 Jahre ZDF: So feiert das Zweite sich selbst

Donnerstag, 28. März 2013
Die Kampagne beinhaltet auch Printmotive (Bild: ZDF)
Die Kampagne beinhaltet auch Printmotive (Bild: ZDF)


Am 1. April 2013 jährt sich der Sendebeginn des ZDF zum 50. Mal. Diesen runden Geburtstag feiert die Mainzer Sendeanstalt mit zwei großen Shows am 28. und 30. März - und einer Imagekampagne, die das ZDF als festen Bestandteil deutscher Zeitgeschichte positioniert. 50 Jahre ZDF: Das bedeutet Rückschau, Besinnung und Grund zum Feiern. Zwar sind die Verdienste des ZDF als öffentlich-rechtliche Aufklärungsanstalt unbestritten - angesichts von Sparkurs und mangelnder Innovationen im Programmbereich nimmt mancher das Jubiläum auch zum Anlass, dem Sender mal ordentlich die Meinung zu geigen, wie etwa Daniel Bouhs zuletzt auf "Spiegel Online". Davon lässt man sich in Mainz aber nicht die Stimmung verderben.

Denn das ZDF begeht seinen 50 Geburtstag im großen Stil. Am 28. und 30. März strahlt das ZDF in zwei Teilen seine große, von Maybrit Illner moderierte Jubiläumsshow aus. Angekündigt ist eine "Zeitreise durch die Fernsehgeschichte", garniert mit "mit beliebten ZDF-Klassikern, schillernden Musikstars, den schönsten TV-Perlen und zahlreichen Überraschungen." Oliver Welke und sein Team von der "Heute Show" werfen einen satirischen Blick auf das ZDF von gestern bei, darüber hinaus steuern ehemalige und aktuelle Aushängeschilder wie Hape Kerkeling, Wolf von Lojewski, Thomas Gottschalk oder Markus Lanz Glückwünsche bei.

Begleitet wird das Jubiläum von einer Kampagne inklusive TV-Spots und Printanzeigen. Letztere sind in großen Publikumstiteln zu sehen und führen den Betrachter via QR-Codes auf den Sendungsbereich der Website zdf.de, wo zusätzliches Begleitmaterial angeboten wird. Der zugehörige TV-Spot zeichnet die Reise durch 50 Jahrzehnte deutscher Zeitgeschichte nach, die das ZDF in den Jahren seines Bestehens abgebildet hat. Für die Konzeption und praktische Umsetzung des Imagetrailers, der als 30- und 60-Sekünder zum Einsatz kommt, zeichnet der Hamburger Regisseur Frank Neesemann verantwortlich.

Nicht ganz unbedeutend in diesem Zusammenhang: Das ZDF weiß durchaus, sich auch selbstkritisch zu würdigen. Mit dem Mehrteiler "Lerchenberg" zeigt das Zweite an diesem Wochenende eine Satire auf sich selbst. Unbeweglichkeit, Überalterung, Saturiertheit sind die Sujets des TV-Films, in dem "Traumschiff"-Kapitän Sascha Hehn sich selbst spielt. Klingt nach einem Renner - wenn das ZDF "Lerchenberg" nicht im Nachtprogramm verstecken würde: Die Comedy startet am 28. März um 22.45 Uhr mit allen vier Folgen auf ZDFneo und am 05. April im ZDF um 23.00 Uhr mit einer Doppelfolge. ire
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