5 Gründe, warum Daily Soaps so erfolgreich sind

Freitag, 04. Dezember 2009
Rainer Wemcke verrät die Erfolgsgeheimnisse von Daily Soaps
Rainer Wemcke verrät die Erfolgsgeheimnisse von Daily Soaps

Am Vorabend beherrschen Daily Soaps das Fernsehprogramm. Aber was ist das Erfolgsgeheimnis dieses Formats? „Je länger eine Serie läuft, desto einfacher lässt sie sich vermarkten", sagt Rainer Wemcken, Geschäftsführer von Grundy UFA, in „Backstage", dem Mitarbeitermagazin der RTL-Group. Das Ziel ist also, eine Soap so lange wie möglich auf dem Markt zu halten. Erfolgsbeispiele kann Wemcken genügend vorweisen: „Gute Zeiten, schlechte Zeiten" (RTL) ist seit 1992 auf Sendung, „Verbotene Liebe" (Das Erste) feierte dieses Jahr die 3500. Folge und „Unter Uns" (RTL) 15-jähriges Jubiläum. Derzeit produziert Grundy UFA für das deutsche Fernsehen außerdem „Alles was zählt" (RTL) und „Alisa - Folge deinem Herzen" (ZDF). Am 16. November ist „Eine wie keine" (Sat.1) hinzugekommen. In „Backstage" nennt Wemcken fünf Gründe für den Erfolg von Daily Soaps: 1. Bloß keine Routine Regel Nummer Eins im Soap-Business: Die Macher der Serie dürfen auf gar keinen Fall in Routine verfallen. Obwohl Soaps wie am Fließband produziert werden, ist es wichtig, jeden Tag wieder von Neuem kreativ zu sein.

2. Auf Individualität setzen Bei zehn verschiedenen Daily Soaps zwischen 17.30 und 20.15 Uhr besteht die Gefahr, dass der Zuschauer der Seifenoper nach einer Weile überdrüssig wird. Deshalb ist es wichtig, die spezifischen Eigenheiten zu betonen, die jede Sendung ausmachen. „Verbotene Liebe" ist laut Wemcken beispielsweise absichtlich eher unrealistisch gestaltet.

3. Motivation und Organisation Da Soaps täglich produziert werden, sind ein hochmotiviertes Team und eine reibungslose Organisation ein absolutes Muss. Außerdem wird großer Wert auf Betreuung und Weiterbildung der Darsteller gelegt: Heute gibt es am Set viel mehr Schauspiellehrer als noch vor zehn Jahren, so Wemcken.

4. Zielgruppengerechte Themen Die Charaktere der Serie müssen Geschichten erleben, die den Zuschauer interessieren, und Probleme meistern, mit denen sich das Publikum identifizieren kann. Dazu müssen die Macher immer die anvisierte Zielgruppe im Auge behalten. Um erfolgreich zu sein, sollte eine Soap zudem Trends aufspüren und wenn möglich sogar neue Trends setzen.

5. Ein starker Charakter statt unzähligen Handlungssträngen Wer heute eine neue Soap etablieren möchte, sollte klein anfangen, nämlich mit einem einzelnen, starken Charakter. Die übrigen Rollen und die Handlung entwickeln sich erst mit der Zeit. Dieses Konzept hat Grundy UFA auch beim Launch von „Eine wie keine" umgesetzt. Im Gegensatz dazu ging „Gute Zeiten, schlechte Zeiten" 1992 noch mit einem großen Cast und vielen unterschiedlichen Handlungssträngen auf Sendung. hor
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