1&1 zieht bei neuer DSL-Flatrate die Notbremse

Mittwoch, 21. November 2001

Der unter dem Dach der United-Internet-Holding angesiedelte Internetprovider 1&1 Internet macht bei der DSL-Flatrate einen Rückzieher. Das Tarifmodell für den breitbandigen Internetzugang, das erst im Oktober 2001 gestartet wurde und sogar bis vor kurzem mit Printanzeigen in Publikumstiteln wie "Stern", "Focus", "Spiegel" und "Max" beworben wurde, wird wieder umgestellt.

So müssen Familien und Privatanwender für den DSL-Zugang künftig 16,90 Euro im Monat zahlen. Zwar ist der neue Tarif für Privatkunden 3 Euro günstiger als bisher, doch dafür ist die Datenmenge auf 5 Gigabyte pro Monat limitiert. Jedes weitere Megabyte wird mit 0,98 Pfennig berechnet. Zuvor bot man den Kunden an, unabhängig von Online-Zeit, abgerufener Datenmenge und Zahl der angeschlossenen Computer für 19,90 Euro im Monat zu surfen.

Deutlich mehr zahlen müssen künftig Geschäftskunden. Diesen stellt 1&1 künftig 39,90 Euro monatlich in Rechnung. Nach Angaben von 1&1-Vorstandssprecher Andreas Gauger war die Umstellung der Tarife notwendig, da vor allem Business-Kunden mehr Traffic als erwartet erzeugt haben. Mit den neuen Tarifen wolle man sicherstellen, dass Privatanwender und Familien nicht dafür zahlen, wenn Firmenkunden zu viel surfen, so Gauger.
Meist gelesen
stats