1&1 fordert Regulierung der TV-Kabelnetzbetreiber

Montag, 15. Juni 2009
1&1-Vorstandssprecher Robert Hoffmann
1&1-Vorstandssprecher Robert Hoffmann

Die United-Internet-Tochter 1&1 setzt sich für eine Regulierung der TV-Kabelnetzbetreiber durch die Bundesnetzagentur ein. "Im Sinne der Verbraucher sollte es Ende des Jahres Wettbewerb auch auf den TV-Kabelnetzen geben", sagte 1&1-Chef Robert Hoffmann dem Nachrichtenportal Welt.de. Hintergrund sind die Ausbaupläne der Bundesregierung beim breitbandigen Internet. Bis 2014 sollen 75 Prozent der Haushalte und bis 2018 alle Haushalte mit Internet-Anschlüssen erreichbar sein, die schneller als 50 Megabit pro Sekunde sind. Für diese Geschwindigkeiten werden vor allem Glasfasernetze (VDSL) und TV-Kabelnetze benötigt. 1&1 fürchtet, dass es ohne Regulierung zu einem Doppelmonopol beim schnellen Internet kommen könnte.

Schon heute entfalle 86 Prozent des Nettowachstums bei DSL-Neukunden auf die Deutsche Telekom. Das Fernsehkabel sei in vielen Regionen inzwischen der größte Konkurrent der Telekom beim Neukundenwachstum. "Wir müssen daher auch die TV-Kabelnetze in ein solches Modell hinein nehmen, sonst sind auch die Vorgaben der Politik nicht zu erfüllen"“, so Hoffmann. mas
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