11 US-Staaten leiten Antitrust-Untersuchung gegen Microsoft ein

Dienstag, 03. Februar 1998

Der New York State Attorney General Dennis Vacco und die General-Staatsanwälte aus zehn weiteren US-Bundestaaten haben Microsoft vorgeladen, Unterlagen bezüglich der anstehenden Veröffentlichung des PC-Betriebssystems Windows 98 vorzulegen. Kernpunkt der Untersuchung ist - wie schon bei dem jetzt laufenden Verfahren der US-Regierung gegen die Vermarktungsstrategie bei Windows 95 - die Bündelung des Web-Browsers Internet Explorer mit dem Betriebssystem. Die Staatsanwälte wollen prüfen, ob Microsoft hinsichtlich des Browser-Produkts wettbewerbswidrigen Gebrauch von ihrer dominanten Marktstellung macht. An der Antitrust-Untersuchung sind weiterhin Kalifornien, Connecticut, Florida, Illinois, Iowa, Massachusetts, Minnesota, South Carolina, Texas und Wisconsin beteiligt. Ihre Arbeit koordinieren sie mit dem US-Justizministerium, das schon vor längerem kartellrechtliche Schritte gegen den Software-Giganten eingeleitet hat. Unterdessen hat Microsoft-Chef Bill Gates an eine MillionAktionäre und mehr als 25.000 Angestellte einen vierseitigen Brief gesandt, um seine Markt-Strategie zu erläutern und zu verteidigen. Darin begründet er unter anderem seine harte Haltung gegenüber dem US-Justizministerium: "Auf dem Spiel steht, ob Microsoft und tausend andere amerikanische Software-Unternehmen weiterhin frei Anwendungen entwickeln können, wovon die Kunden profitieren."
Infolinks:
New York State AttorneyGeneral, Gates-Brief, News.com
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