Kongress der Deutschen Fachpresse York von Heimburg gibt 5 Tipps für die Digitalisierung

zusammengestellt von Juliane Paperlein
Mittwoch, 17. Mai 2017
York von Heimburg, Vorstand von IDG Communications Media
York von Heimburg, Vorstand von IDG Communications Media
© Fernando Baptista

York von Heimburg, Vorstand von IDG Communications Media, dessen Verlag schon aufgrund der hauseigenen IT-Titel früher als andere mit der Digitalisierung konfrontiert worden ist, appelliert, den Veränderungen mit Offenheit zu begegnen. Auf dem Kongress der Deutschen Fachpresse in Frankfurt, gab er den mehr als 500 Teilnehmern unter dem Motto "Technologie als Schlüsselkompetenz" 5 Tipps.

1.

Manager müssen raus aus der Box

"Manager müssen sich mit der blutigen Technologiefrage befassen", sagt er. Ignoranz helfe nicht. Idealerweise werden Mitarbeiter ausgewählt oder auch neu eingestellt, die sich um Digitalprojekte kümmern. Delegieren sei jedoch eine Fähigkeit, die der ein oder andere hochrangige Manager erst noch lernen müsse. "Viele Menschen delegieren ihre Stärken, nicht ihre Schwächen."

2.

Auch für Technologen gilt "Raus aus der Box"

Die Technologieexperten wiederum müssten sich den Anforderungen im Unternehmen und der Kunden stellen. Von Heimburg rät dazu, die Technologen durchaus auch mit zu den Kunden zu nehmen - aber nicht alleine zu schicken. "Die brauchen einen Übersetzer."

3.

Medienhäuser müssen Technologie nicht immer selbst erfinden

Nicht alle Anwendungen sollten selbst programmiert werden. Zwar müsse man sich die nötige Technologie ins eigene Unternehmen holen, aber meist reicht es, die Schnittstellen zu programmieren, statt alles selbst zu entwickeln. Er rät den Fachmedien zudem, ihre Datenbestände klug zu nutzen und auf einer Plattform zur Verfügung zu stellen. "Den Plattformgedanken wollte ich Ihnen nahe legen."

4.

Medienhäuser müssen intern und extern agil handeln

Von Heimburg hält zudem viel davon, im laufenden Prozess zu optimieren. Weiterentwicklungen umzusetzen sei jedoch nicht so einfach. "Ein vernetztes Medienhaus zu sein, müssen die da unten auch leben", sagt er flapsig mit Blick auf die Mitarbeiter, die bei Veränderungen der Arbeitsmethoden und Technologien mit ins Boot geholt werden müssen.

5.

Mut zu neuen Monetarisierungsmodellen - Mut zum kreativen Selbstzerstören

Dadurch, dass sowohl Leser und Nutzer als auch Werbungtreibende ihre Nutzung und Budgets in Richtung Digital verschieben, müssen die Medien frühzeitig nach neuen Geschäftsmodellen suchen. "Jetzt hat man noch Zeit, etwas zu entwickeln. Seien Sie mutig!", sagt er den Verlegern. Er rät dazu, dies mit vollkommen neuen Teams zu machen, die parallel zu den bestehenden Modellen Neue aufsetzen. "Und die müssen sie machen lassen und nicht kontrollieren und stoppen!" pap

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