US-Wahlkampf Wie John Oliver die Posse um Donald Trumps Kampagnen-Songs aufs Korn nimmt

Dienstag, 26. Juli 2016
John Oliver nimmt Donald Trump und die Wahl seiner Kampagnenspots aufs Korn
John Oliver nimmt Donald Trump und die Wahl seiner Kampagnenspots aufs Korn
© Screenshot Youtube

You Can't Always Get What You Want. Diese Rock'n'Roll gewordene Lebensweisheit der Rolling Stones mag zwar für die meisten Menschen gelten, für US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump allerdings nicht. Denn der nutzt große Hits immer wieder dazu, um das Publikum auf seinen Wahlkampfveranstaltungen in Stimmung zu versetzen - sehr zum Ärger der betroffenen Künstler. Doch die bekommen jetzt Unterstützung von Late-Night-Talker John Oliver.
Adele, George Harrison, R.E.M, Neil Young, die Rolling Stones - die Liste der Künstler, die Donald Trump in den vergangenen Monaten seines Wahlkampfs gegen sich aufgebracht hat, ist lang. Gerade erst in der letzten Woche, als der Milliardär auf dem Parteitag der Republikaner offiziell zum Präsidentschaftskandidaten gekürt wurde, ließ er beim Betreten der Bühnen neben dem Rolling-Stones-Klassiker betont selbstbewusst auch Queens Evergreen "We Are The Champions" vom Band laufen - woraufhin sich die Musiker auf Twitter not amused zeigten (siehe unten).
Jetzt tritt der beliebte HBO-Moderator John Oliver ("Last Week Tonight with John Oliver") den Betroffenen zur Seite. In seiner Show am Sonntagabend hat der britische Komiker Stars wie Usher, Sheryl Crow, Michael Bolton, Cyndi Lauper und Josh Groban versammelt, die den republikanischen  Präsidentschaftskandidat in einem kitschigen Musikvideo ein für alle Mal auffordern: "Don't Use Our Song". Neben dem pointiert inszenierten Sketch ist das eigentliche Highlight allerdings die gewohnt zynische Anmoderation von Oliver, in der der Komiker Trump unter anderem zum apokalyptischen Reiter macht. In etwas mehr als 24 Stunden hat der Clip auf Youtube rund 1,5 Millionen Klicks gesammelt.
Dabei ist John Oliver nicht der einzige, der Trumps umstrittene Kampagnensong-Auswahl humorvoll aufgreift. Die Familienangehörigen von Beatle George Harrison haben auf Twitter nicht nur darauf hingewiesen, dass die Nutzung des Songs "Here Comes The Sun" unautorisiert war, sondern auch, dass zu Trump ein anderer Titel von Harrison viel besser passen würde: "Beware of Darkness". tt
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