Überzogener Datenschutz DDV nimmt CDU in die Pflicht

Donnerstag, 12. Januar 2017
DDV-Manager Patrick Tapp
DDV-Manager Patrick Tapp
Foto: DDV

Anfang der Woche hat Bundeskanzlerin Angela Merkel davor gewarnt, dass Deutschland kein "digitales Entwicklungland" werden dürfe. Beim Deutschen Dialogmarketing Verband gibt es dafür Beifall. Zudem warnt der Verband mal wieder vor einem überzogenen Datenschutz.
Bei der Jahrestagung des Deutschen Beamtenbunds in Köln hat  Bundeskanzlerin Angela Merkel sich besorgt gezeigt, dass Deutschland aufgrund eines überzogenen Datenschutzes zu einem digitalen Entwicklungsland werden könnte. Deutschland müsse sich der Verarbeitung großer Datenmengen für neue Produkte öffnen und sich von dem Prinzip der Datensparsamkeit verabschieden. Dieses Prinzip ist allerdings im Bundesdatenschutzgesetz festgeschrieben. So sollen alle Daten verarbeitenden Systeme sich danach ausrichten, keine oder so wenig personenbezogenen Informationen wie möglich zu sammeln,  auszuwerten und zu verarbeiten. Für Patrick Tapp, Präsident des Deutschen Dialogmarketing Verbands, ist die Forderung Merkels deshalb ein Schritt in die richtige Richtung. „Zumindest die Bundeskanzlerin hat erkannt, dass Daten der Rohstoff des 21. Jahrhunderts sind".

Doch zufrieden ist der Verbandsmann damit noch lange nicht. Er will den Kampf gegen ein digitales Entwicklungsland Deutschland im Wahlprogramm der Union verankert sehen. "Nun ist es jedoch auch an der Zeit, dass andere CDU-Politiker, die sich mit dem Thema Digitalisierung befassen, Flagge zeigen und sich nicht abwartend und zögerlich vor dem Thema verstecken." Für Tapp wäre das die Chance,  bereits vor der Bundestagswahl, die Weichen für einen zukunftsweisenden Umgang mit "Big Data" zu stellen. Ziel müsse sein: "Personenenbezogenen Datenschutz möglich zu machen, ohne die Wirtschaft bei der Nutzung neuer Technologien zu beschneiden." mir
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