#travelstatttrouble Ab-In-Den-Urlaub.de setzt ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit

Dienstag, 08. März 2016
Ab-in-den-Urlaub.de zeigt bei Pegida-Demo Flagge
Ab-in-den-Urlaub.de zeigt bei Pegida-Demo Flagge
Foto: Unister
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Unister LEGIDA Leipzig Thomas Wagner Sachsen Michael Ballack


Damit haben Legida und Pegida wohl nicht gerechnet: Während die Anhänger beider Bewegungen auf der Montags-Demonstration in Leipzig gestern gemeinsam fremdenfeindliche Parolen skandierten, enthüllten Mitarbeiter von Unister am zentralen Ringmessehaus in unmittelbarer Nähe zum Kundgebungsplatz ein überdimensionales Plakat, auf dem das Tochterunternehmen Ab-in-den-Urlaub.de zur Offenheit aufruft.
Auf dem Riesen-Plakat macht die Unister-Marke keinen Hehl daraus, dass ihr die Ziele der islamfeindlichen Bewegungen zuwider sind: "Travel statt Trouble. Sei offen. Sei bunt. Entdecke die Welt. Reisen verbindet", lautet die freilich nicht ganz uneigennützige Botschaft, die Ab-in-den-Urlaub.de den Teilnehmern der Kundgebung mit auf den Weg gab. "Wir respektieren das Recht auf freie Meinungsäußerung im Rahmen der Montagsdemos und machen selbst davon Gebrauch", kommentiert Thomas Wagner die gestrige Aktion. Aus Sicht des Unister-Chefs sind die fremdenfeindlichen Aufmärsche extrem schädlich für das Ansehen des Freistaates Sachsen. Wodurch sie auch für das in Leipzig beheimatete Unternehmen selbst zum Problem werden: "Es ist schwerer geworden, qualifizierte Bewerber zu einem Umzug nach Sachsen zu motivieren", sagt Wagner. 
Pegida iKiosk
Bild: Jung von Matt

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Das Riesen-Plakat ist Teil einer größeren Werbekampagne, die der Mutterkonzern von Marken wie Fluege.de, Geld.de und Reisen.de innerhalb kürzester Zeit auf die Beine gestellt hat. Ab heute gehen TV-Spots auf Sendung, in deren Schaltung Unister einen hohen sechsstelligen Betrag investieren will. Die aus Stock-Material zusammengeschnittenen Spots, die auch aufgrund der kurzen Produktionszeit von wenigen Tagen diesmal ohne Dauer-Testimonial Michael Ballack auskommen, werden unter anderem durch eine virale Kampagne in sozialen Netzwerken unter dem Hashtag #travelstatttrouble unterstützt. mas
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