Öko-Kampagne Apple positioniert sich als grüne Marke

Dienstag, 22. April 2014
In "FAZ" und "Süddeutscher Zeitung" schaltet Apple ganzseitige Printanzeigen
In "FAZ" und "Süddeutscher Zeitung" schaltet Apple ganzseitige Printanzeigen

Apple galt in Sachen Ökologie lange als schwarzes Schaf. Dass bei dem iKonzern in den vergangenen Jahren ein Umdenken stattgefunden hat, zeigte bereits kürzlich eine Studie der Umweltschutzorganisation Greenpeace, die Apple als Vorreiter der IT-Branche lobte. Ihre verbesserte Öko-Bilanz nutzt die Marke jetzt für Werbung in eigener Sache.


Es ist Apple-Chef Tim Cook höchstselbst, der aktuell das Öko-Fähnchen für den Konzern hochhält. Am heutigen "Tag der Erde" meldete sich Cook bei seinen gut 450.000 Twitter-Followern zu Wort. Der Konzern wolle die Erde in einem besseren Zustand hinterlassen als er sie vorgefunden habe, twittert Cook. Apple sei stolz auf den Fortschritt der vergangenen Jahre, wisse aber, dass noch viel zu tun sei.

Die Message Cooks wird unterfüttert von einer ganzen Reihe von Kommunikationsmaßnahmen. Wer dem Link in dem Tweet folgt, landet auf einer Microsite, auf der Apple Verbraucher über sein Engagement für die Umwelt informiert. So sei Apple der einzige IT-Konzern, der seine Rechenzentren mit 100 Prozent erneuerbarer Energie betreibe, heißt es da. Zudem erfahren Besucher der Website, dass sich der Konzern darum bemüht, toxische Materialien aus seinen Produkten zu verbannen und seine Geräte energiesparender zu machen. So verbrauche der neue iMac 97 Prozent weniger Strom als der das erste Modell aus dem Jahr 1998, schreibt Apple.

Auf den Punkt gebracht wird die Botschaft in dem Werbefilm "Better". In dem von TBWA/Media Arts Lab entwickelten Spot positioniert Cook Apple als Vorreiter in Sachen grüner Technologie und verspricht, künftig noch mehr für die Umwelt tun zu wollen.

Die Microsite, die inzwischen auch auf deutsch vorliegt, wird hierzulande von Printmaßnahmen begleitet. Die ganzseitigen Anzeigen, die mit der Headline "Einige unserer Ideen darf jedes Unternehmen kopieren" auch auf den Patentstreit mit Intimfeind Samsung eingehen, sind unter anderem in der "FAZ" und der "Süddeutschen Zeitung" zu sehen. mas
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