#fedidwgugl So frech nutzt die FDP den CDU-Hashtag für Eigenwerbung

Freitag, 23. Juni 2017
So zieht die FDP über die CDU her
So zieht die FDP über die CDU her
Foto: FDP
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Seit gestern zerreißt sich das Social Web das Maul über die CDU. Grund ist der im Zuge der Wahlkampagne öffentlich gewordene Kampagnen-Hashtag #fedidwgugl, der vielerorts für Erheiterung sorgt. Auch die Konkurrenz aus Berlin macht sich über den nahezu unaussprechlichen Hashtag lustig - und nutzt ihn im Falle der FDP sogar für Eigenwerbung. 
Wer heute die Buchstaben fedidwgugl in seine Browserzeile eingibt und noch um das übliche Kürzel .de ergänzt, der landet auf einer Website, die sich das Wahlkampfteam der FDP kurzerhand gesichert hat. Dass es sich die Freien Demokraten nicht nehmen lassen, den Wirbel um den nach Meinung vieler verunglückten Kampagnen-Hashtag für einen Seitenhieb in Richtung Union zu nutzen, versteht sich von selbst.  "#covfefe?" - eine Anspielung auf den kürzlich veröffentlichten und nicht minder verunglückten Tweet von US-Präsident Donald Trump - steht ganz oben in großen Lettern auf der Website, direkt darunter gibt die FDP der Merkel-Partei dann Ratschläge: "Liebe Union, überlasst das mit der Digitalisierung doch einfach denen, die davon Ahnung haben. Zum Beispiel den Freien Demokraten", lautet die Botschaft. Ein Link führt dann direkt auf die Facebook-Seite der FDP, wo die Partei in einem Video über ihr Wahlprogramm informiert und kräftig Eigenwerbung macht. 

Die FDP ist nicht die einzige Partei, die sich über den CDU-Hashtag lustig macht. Die Grünen hatten bereits gestern auf Twitter ein Motiv von der Google-Startseite abgesetzt, das ebenfalls als Breitseite in Richtung Union gedacht war. Auf dem Motiv war anstelle des Google-Schriftzugs #fedidwgugl zu lesen. Zudem waren im Suchschlitz die Wörter "Die CDU" und erste Suchergebnisse zu sehen. Und die von den Grünen erfundenen Resultate ("Die CDU probiert mal was Neues" / "Die CDU hat Hashtags entdeckt" / "Die CDU hat Plakate aber keine Inhalte") dürften die Union jedenfalls nicht erfreut haben.

Die SPD hat eher allgemein auf die von der CDU vorgestellten Wahlplakate reagiert. "CDU: Erst die Plakate, dann die Inhalte? SPD: Erst die Inhalte. dann die Plakate", heißt es auf dem Motiv, das der Parteivorstand via Twitter verbreitet hat. mas




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