"Zuspitzung ist notwendig" OWM-Geschäftsführer Schütz über Lebensmittelwerbung

Dienstag, 08. Oktober 2013
Schütz betont auch den volkswirtschaftlichen Nutzen der Werbung
Schütz betont auch den volkswirtschaftlichen Nutzen der Werbung

Weniger Idylle oder mehr Realität in der Lebensmittelwerbung? Oder alles gut so, wie es ist? Fragen, die der Branchenverband "Die Lebensmittelwirtschaft" von verschiedenen Autoren beantworten lässt. Im jüngsten Beitrag befasst sich Joachim Schütz, Geschäftsführer der Organisation Werbungtreibende im Markenverband (OWM) mit der notwendigen Zuspitzung von Werbung und ihre "unterschätzte volkswirtschaftliche Dimension". "Werbebotschaften machen auf neue Produkte und Dienstleistungen häufig sachlich, oft emotional und immer wieder auf höchst kreative und überraschende Weise aufmerksam. Übertreibungen bleiben da nicht aus, sind vom Verbraucher sogar erwünscht", sagt Schütz. Bei aller Zuspitzung im Kampf um Aufmerksamkeit sei Authentizität und Ehrlichkeit für die Werbungtreibendne notwendig, da die Beziehung zwischen Marken und Konsumenten auf Vertrauen fuße. "Kein Unternehmen wird deshalb das Risiko eingehen, durch falsche Aussagen diese Beziehung einer ernsthaften Belastung auszusetzen", sagt der Verbandsgeschäftsführer. Diese Eigentverantwortung gepaart mit gesetzlichen Vorschriften und freiwilligen Selbstbeschränkungen stecke den Rahmen für "einen gelungenen Markendialog mit dem Verbraucher" ab.

Die Beitragsreihe

Wie stark darf Werbung zuspitzen, vereinfachen oder beschönigen? Führt Werbung Verbraucher in die Irre oder trägt sie ihren Teil zur Information bei? Welchen Regeln muss Werbung unterworfen werden oder unterwirft sie sich bereits? Auf diese Fragen antwortet der Branchenverband "Die Lebensmittelwirtschaft" in einer Beitragsreihe. HORIZONT.NET veröffentlicht die Meinungen in Auszügen. Die kompletten Kommentare gibt es auf Lebensmittelwirtschaft.org.

In dem Zusammenhang warnt der OWM-Geschäftsführer einmal mehr vor weiteren Werbeverboten und Beschränkungen, die wie ein "antiquierter Anachronismus" anmuten: "Zahlreiche Untersuchungen und Gutachten zeigen, dass Restriktionen in der Werbung den Missbrauch bestimmter Waren und Produkte nicht verhindern. Eine sinnvolle Aufklärung der Verbraucher wäre viel wichtiger, als die Verantworung gesellschaftlicher Fehlentwicklungen der Werbungtreibenden Wirtschaft anzulasten." Werberestriktionen würden einen Wirtschaftszweig gefährden, der schätzungsweise 600.000 Arbeitsplätze schaffe und in hohem Maße zu Produktvielfalt und Wettbewerb beitrage. mh
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