Zitate des Jahres Die besten Sprüche aus Medien, Marketing und Agenturen

Donnerstag, 17. Dezember 2015
Miriam Meckel, Chefredakteurin der "Wirtschaftswoche"
Miriam Meckel, Chefredakteurin der "Wirtschaftswoche"
Foto: Wirtschatfswoche

Auch das Jahr 2015 war in der Medien-, Marketing- und Agenturbranche wieder ein Jahr der klaren Worte. Unter anderem wurden Content-Marketing-Kampagnen leidenschaftlich diskutiert, TV-Eigenproduktionen wie "Club der roten Bänder" und "Deutschland 83" bejubelt und der VW-Skandal kommentiert. An dieser Stelle präsentiert HORIZONT Online die besten Sprüche des Jahres.

Medien

Donata Hopfen, Vorsitzende der Verlagsgeschäftsführung BILD Gruppe
Donata Hopfen, Vorsitzende der Verlagsgeschäftsführung BILD Gruppe (Bild: Björn Arne Eisermann)
Donata Hopfen, Verlagsgeschäftsführerin Bild-Gruppe: "Wenn es inzwischen nur noch um ein Klick-Rennen geht, ist das Ranking eine immer weniger relevante Messgröße für uns." Jan Bayer, Vorstand Axel Springer: "Der große Vorteil von Papier ist, eben nicht disruptiv zu sein und über Nacht abgelöst werden zu können."

Julia Jäkel, Gruner + Jahr-Chefin: "Der Krieg der Medien ist vorbei, das ist oldschool."

Matthias Dang, Geschäftsführer IP Deutschland: "Das Niveau von Print wird sich in den kommenden fünf Jahren noch einmal halbieren."

Andreas Schoo, Geschäftsführer Bauer Media Group: "Fernsehen ist überkapitalisiert."

Matthias Wahl, Geschäftsführer OMS: "Man muss sich tief verneigen vor der Leistung der TV-Vermarkter. Das ist exzellente PR-Arbeit voller Pauschalaussagen."

Florian Ruckert, Vorsitzender der Geschäftsführung RMS: "Neutralität ist etwas, das ich nicht hinter Gattungsarbeit vermute."
Miriam Meckel, Chefredakteurin der "Wirtschaftswoche"
Miriam Meckel, Chefredakteurin der "Wirtschaftswoche" (Bild: Wirtschatfswoche)
Miriam Meckel, Chefredakteurin "Wirtschaftswoche": "Freiheit ist eine Zumutung."

Christian Nienhaus, Vorsitzender der Geschäftsführung von Axel Springer Sales Impact und Media Impact, über seine Rückkehr zu Axel Springer: "Sogar die Kleiderordnung hat sich geändert."

Barbara Schöneberger, Moderatorin und Impulsgeberin Magazin "Barbara": "Ich bin praktisch die Corsage für anderer Leute Inhalte."

Manfred Braun, Geschäftsführer Funke Mediengruppe: "Ein Medienunternehmen besteht nicht aus Stein und Maschinen, sondern aus Köpfen."
Giovanni di Lorenzo baut die "Zeit" um
Giovanni di Lorenzo baut die "Zeit" um (Bild: Christian Schoppe / Die Zeit)
Giovanni di Lorenzo, Chefredakteur "Zeit": "Man muss sich immer mal fragen, was man tun würde, wenn man sein eigener Nachfolger wäre. Diese geistige Reset-Funktion führt zu interessanten Einsichten."

Anke Schäferkordt, Co-CEO RTL Group: "Fehlschläge müssen wir verbuchen, daraus lernen, wieder aufstehen und das Nächste probieren."

Willi Steul, Intendant des Deutschlandradios: "Die Kuh fliegt - und sie nimmt Tempo auf."

Richard Gutjahr, Netzjournalist: "Das Produkt, das wird mir jetzt immer mehr bewusst, bin ich."

Jan Bayer, Vorstand Axel Springer: "Der große Vorteil von Papier ist, eben nicht disruptiv zu sein."

Marketing

Renate Künast auf dem Deutschen Medienkongress in Frankfurt
Renate Künast auf dem Deutschen Medienkongress in Frankfurt (Bild: Alexander Hassenstein / Getty Images)
Renate Künast, Ex-Ministerin und Abgeordnete der Grünen: "Werbung für legale Produkte zu verbieten, geht nicht. Wenn meine Mitarbeiter mir mit dieser Idee gekommen wären, hätte ich sie aus dem Büro gejagt."

Remo Masala, CEO Thomas Cook: "Wer heute noch mit der Intelligenz des Kunden spielt, zieht meistens den Kürzeren."

Manuel Butler, Generaldirektor Turespana: "Ich sehe für Onlinemarketing nirgends die eine richtige Strategie. Im Grunde agieren derzeit alle noch nach dem Trial-and-Error-Prinzip."

Arne Kirchem, Mediachef Unilever: "Es gibt heute keinen besseren Platz, um eine Leiche zu verstecken, als auf Seite 3 der Trefferliste von Google."

Stefanie Wurst, Marketingleiterin BMW Deutschland: "Wir sind auf dem Weg zu einem Hard- und Softwarehersteller. Das ist ein sehr wichtiger strategischer Schritt für das Unternehmen."

Florian Gmeinwieser, Ex-Head of Mobile Plan.Net-Group: "Was bringt es, mit der Smartwatch zu experimentieren, wenn noch nicht einmal das Smartphone verstanden wurde?"

Stephan Theiß, Geschäftsführer Gelbe Seiten Marketing: "Ich möchte gerne viel weniger mit Mediaagenturen arbeiten. Die Unternehmen brauchen heute viel mehr Lösungspartner statt traditioneller Mediaplaner."

Clemens Fischer, CEO Dr. Fischer Gesundheitsprodukte: "Kreativität hat bei uns einen viel niedrigeren Stellenwert als etwa Zahlen."

Jonathan Mildenhall, CMO Airbnb: "Maria und Josef waren sicherlich nicht sehr erfolgreich darin, einen willigen Gastgeber in Bethlehem zu finden."
Jochen Sengpiehl, Marketingchef Hyundai Motor Europe.
Jochen Sengpiehl, Marketingchef Hyundai Motor Europe.
Jochen Sengpiehl, Marketingchef Hyundai Motor Europe: "Wir orientieren uns am Produkt und dafür brauchen wir keine Katzen in der Werbung."

Joachim Schütz, Geschäftsführer OWM: "Das Thema Transparenz ist bei uns nicht vom Tisch, auch wenn einige Mediaagenturen das gern so hätten."

Michael Horn, USA-Chef VW: "Um es auf gut Deutsch zu sagen: Wir haben Mist gebaut."

Agenturen

Amir Kassaei und Alex Schill saßen bei den London International Awards in Las Vegas gemeinsam in der Jury.
Amir Kassaei und Alex Schill saßen bei den London International Awards in Las Vegas gemeinsam in der Jury. (Bild: Matthias Kindler / Horizont Online)
Alexander Schill, CCO Serviceplan: "Wir brauchen in Agenturen mehr Denker, die große Ideen entwickeln. Auf die kreative Umsetzung kann man im Zweifel auch Affen dressieren."

Thomas Koch, Inhaber TK One: "Die Kunden sind nicht unzufrieden. Es herrscht teilweise regelrecht Wut."

Stephan Rebbe, Ex-Chef Kolle Rebbe: "Werbung ist unsexy geworden."

Christian Rätsch, CEO Saatchi & Saatchi: "Big Data ist eine rückwärtsgewandte Technologie, die Fortschritt und Innovation sogar verhindern kann."

Lutz Meyer, Geschäftsführer Blumberry: "Viele Agenturen verwechseln Content Marketing mit bunten Bildern und luftigen Texten."

Christoph Bornschein, Geschäftsführer TLGG: "Leider sind wir in Deutschland nicht in der Lage, eine aufgeklärte Debatte über Digitalisierung zu führen."

Amir Kassaei, CCO DDB Worldwide: "Die letzte echte Innovation in unserer Branche fand vor 70 Jahren statt."

Oliver Handlos, Kreativdirektor Grey: "Vor allem die Big Spender wie Auto und Bier werben mutlos, uninspiriert und mit den ewig gleichen Bildern."

Helmut Thoma, Inhaber NRW-TV: "Wenn es so weitergeht, ruinieren die Mediaagenturen früher oder später das gesamte Mediensystem."

Klaus-Peter Schulz, Geschäftsführer OMG: "Wir sind doch nicht kriminell."

Ronald Focken, Geschäftsführer Serviceplan: "Wer kontrolliert eigentlich die Marketingeinkäufer über die Qualität dessen, was sie einkaufen?"
Syzygy-CEO Marco Seiler.
Syzygy-CEO Marco Seiler. (Bild: Mara Monetti)
Marco Seiler, CEO Syzygy: "Bei den Digitalagenturen hat sich eine Bequemlichkeit breitgemacht, die den Blick trübt und große Chancen verpassen lässt."

Frank Behrendt, Vorstand Fischer-Appelt: "Mach dir jeden Morgen noch mal klar, dass wir im Job nur Monopoly für Erwachsene spielen."
Regielegende Wim Wenders präsentierte sein Schaffen in der Werbung erst kürzlich bei der Regielounge von BBDO
Regielegende Wim Wenders präsentierte sein Schaffen in der Werbung erst kürzlich bei der Regielounge von BBDO (Bild: Peter Lindbergh)
Wim Wenders, Regisseur: "Werbung sichert mir eine gewisse Kontinuität im Einkommen. So macher Werbedreh hat mich gerettet."

Frank-Michael Schmidt, CEO Scholz & Friends: "Der Effie ist kein Selbstbedienungsladen des Juryvorsitzenden."

Frank Behrendt, Vorstand Fischer-Appelt: "Ich war Winnetou und meine Silberbüchse war ein altes Staubsaugerrohr."

Peter Brawand, Gründer Brawand Rieken: "Sorry vorab, aber ich kann einfach keine Vignetten-Sülze mehr sehen."

 

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