Zalando Auch in der Männer-Kampagne verstummt der Schrei

Freitag, 11. April 2014
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Auch in der Männerkampagne gehört der ikonische Zalando-Schrei endgültig der Vergangenheit an. In der gerade online gestarteten zweiten Kampagnenwelle, die sich speziell an die männliche Mode-Klientel wendet, geht es um besonders unaufgeregte Vertreter des starken Geschlechts. Die Botschaft der Kampagne, die den Kultfaktor des ersten Auftritts zugunsten einer höheren Wertigkeit opfert: Männer wollen auch mit Shoppen möglichst wenig Arbeit haben.
Grundsätzlich löst der Spot die ihm gestellte Aufgabe ähnlich wie die in ihm porträtierten Männer: Lässig, elegant und mit möglichst wenig Aufwand. Zu sehen sind verschiedene ungeliebte Tätigkeiten wie Spülen oder Staubsaugen, die auf origenelle Weise gelöst werden. Das sieht gut aus, lässt den Betrachter schmunzeln, erinnert allerdings in seiner Grundaussage auch an den ersten TV-Auftritt des ersten Curated-Shopping-Anbieter Outfittery. Auch da empfiehlt Werbebotschafter Simon Böer die Website als Option, um sich das ungeliebte Modeshopping zu ersparen.



Das war bei der ersten Männer-Kampagne vor einem Jahr noch deutlich anders gewesen, damals erzählte die Agentur Jung von Matt eine launige Geschichte aus einer Kneipe, wo den Männer schon ein Grunzer zur Verständigung genügt. Seitdem hat sich allerdings einiges getan. Die Zalando-Kampagne ist um einiges edler geworden, um den Kunden ein höheres Wertversprechen der Marke zu signalisieren. Außerdem besteht im Unternehmen offensichtlich mittlerweile der Eindruck, dass die alte Kampagnen-Mechanik an Wirkung verliert. Im Interview mit der "Wirtschaftswoche" sagte Zalando-Vorstand Robert Gentz zum bekannten Schrei: "Unsere Kunden wollen mal was Neues sehen."

Dieses Neue hat Jung von Matt mit den Spots nun offiziell geliefert. Nach einer kurzen digitalen Teaserphase werden die Filme dann ab diesem Wochenende auch breit im Fernsehen anlaufen. cam
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