ZDF gießt Öl ins Feuer Burger King lässt Reporter nicht in die Küche

Mittwoch, 07. Mai 2014
McDonald's präsentiert eine aufgeräumte Küche. Burger King gar keine.
McDonald's präsentiert eine aufgeräumte Küche. Burger King gar keine.


Gut programmiert: Nach dem Medienecho auf die Burger-King-Reportage von RTL konnte das Zweite mit seinem Fastfood-Check am Dienstagabend punkten. Vor allem junge Zuschauer interessierte der Vergleich zwischen Burger King und McDonald's. Interessanteste Aussage mit Blick auf Burger King: Der viel gescholtene Fastfoodriese ließ die ZDF-Reporter nicht in der Küche drehen.
Im Vergleich zum RTL-Bericht war die "ZDF Zeit"-Reportage weniger aufgeregt, Burger King hielt dem Vergleich mit McDonald's in vielerlei Hinsicht stand. In den Kategorien Preis und Service schnitt Burger King sogar besser ab. Aber: Bei dem, was die vom RTL-Bericht gebrachten Zuschauer wirklich interessiert haben dürfte, gab das Unternehmen erneut kein gutes Bild ab.

Stichwort Transparenz: Burger King ließ die Journalisten nicht in der Küche drehen. McDonald's hingegen öffnete bereitwillig die Türen und präsentierte sich - nach Vorwarnung natürlich - blitzeblank. Auch die Angaben über Zutaten und Inhaltsstoffe weist McDonald's im Web dezidiert und über den gesetzlichen Rahmen hinaus aus. Der Konkurrent hält sich an das, was der Gesetzgeber vorschreibt.

Stichwort Fairness: Auch das ZDF findet einen Schichtleiter aus einer der umstrittenen Yildiz-Filialen, der anonym die Vorwürfe aus dem RTL-Bericht bestätigt. Eine der Aussagen: Für Hygiene bleibe aufgrund der dünnen Personaldecke und des Kostendrucks keine Zeit. Der Sender versäumte auch nicht den Hinweis auf den Personalwechsel bei der Yi-Ko-Holding: Die tauscht zwar die Geschäftsführung aus und besetzt den Chef-Posten mit einer Burger-King-Managerin. Ergün Yildiz bleibt allerdings Gesellschafter des Unternehmens. mh
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