Year-of-the-Monkey-Nachlese Ganz im Zeichen des Affen

Montag, 25. April 2016
Markus von der Lühe hat mit Year of the Goat viel vor
Markus von der Lühe hat mit Year of the Goat viel vor
Foto: Year of the Goat
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Affe Audi


Wer am vergangenen Donnerstag die ehrwürdigen Hallen des Kulturzentrums Backstage in München betrat, der wurde erst einmal recht herzlich von einem Affen begrüßt. Natürlich von keinem echten, aber einem jungen Mann im Primatenkostüm. Dass das Motto der Digital-Convention Year of the Monkey, die jedes Jahr nach dem jeweils aktuellen Tierkreiszeichen des chinesischen Horoskops benannt wird, für die 600 Besucher sofort erkennbar wird, ist ein Hauptanliegen der Veranstalter. In der bayrischen Hauptstadt ist das Markus von der Lühe und seinem Team recht eindrucksvoll gelungen.
Der Affe gilt ja gemeinhin als neugierig, ehrgeizig, verspielt und abenteuerlustig - alles Eigenschaften, die die Year-of-the-Monkey-Macher auch in ihrem Konferenzprogramm verwirklicht sehen wollen, um sich von üblichen Veranstaltungen dieser Art abzusetzen. Und tatsächlich: Unter den Speakern und Performern fanden sich in München neben Vertretern großer Marken wie Audi, Tesla und Payback eben auch Basejumper, Wahrsager und Tai-Chi-Lehrer. Die haben dann zwar nicht immer eine Business-Perspektive zu dem großen, übergeordneten Thema digitale Transformation, helfen aber dabei, Innovation einmal aus einer ganz anderen Blickrichtung zu betrachten.
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    (Bild: vonengels.com)
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Zudem sorgen die vielen Workshops, die nach den 15-minütigen Impulsvorträgen am Vormittag im Mittelpunkt des Nachmittags stehen für eine besondere, familiäre Atmosphäre, die von der Lühe besonders wichtig ist. "Die gesamte Experience ist darauf ausgelegt, dass das organische Networking gefördert wird", sagte der Gründer vor rund einer Woche im HORIZONT-Interview und impliziert dabei auch die Hoffnung, dass seine Gäste zu Wiederholungstätern werden und beim gemeinsamen Drohnenflug-Workshop oder spätestens dem australischen Barbecue am Abend wertvolle Kontakte knüpfen. Schließlich sei das ein Versprechen, das auf vielen anderen Kongressen eben nicht eingehalten werde. Die vielen Impulsvorträge am Vormittag drehen sich um die Mobilität der Zukunft (Tesla) und selbstfahrende Autos (Audi) genauso wie über das Trendthema Neuromarketing. Ein Höhepunkt des Vormittags war dabei sicherlich der Vortrag von Grabarz-&-Partner-Mann Will Rolls, der auf unterhaltsame Weise verdeutlichte, wie schwer es für die Kreativwirtschaft ist, mit vermeintlich gut durchdachter Strategie große Viral-Hits zu entwickeln, während einzelne Social-Media-Nutzer beinahe täglich im Handumdrehen ein neues Klickwunder erschaffen. Sein Plädoyer: Die Werbung sollte sich gerade in den digitalen Kanälen mehr Nonsense trauen.

Das Schöne am Year of the Monkey ist, dass es die Veranstalter zum wiederholten Mal geschafft haben, eine Bestandsaufnahme unseres digitalen Innovationszeitalters zu liefern, ohne zwanghaft mit prominenten Speakern Namedropping zu betreiben. Vielmehr ist es das kleinteilige und detailverliebte Konzept, das jedem Besucher echten Mehrwert bieten soll. Und mit diesem Ansatz dürften von der Lühe und seine Mitstreiter noch mindestens bis ins Jahr des Hahns 2017 erfolgreich sein. tt
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