Wladimir Klitschko Wie sich der Boxer mit seiner neuen Dachmarke auf die zweite Karriere einstellt

Freitag, 23. Juni 2017
Schickes Ambiente für die Vorstellung der Marke Klitschko: Die kleine Halle der Elbphilharmonie
Schickes Ambiente für die Vorstellung der Marke Klitschko: Die kleine Halle der Elbphilharmonie
Foto: Eventpress

Noch ist er im Hauptberuf Boxer, doch das Karriereende von Wladimir Klitschko nähert sich mit großen Schritten - in wenigen Tagen will der 41-jährige Ukrainer bekanntgeben, ob er seine Laufbahn fortsetzt. Für die Zeit danach sind die Weichen allerdings schon zielgenau gestellt: Klitschko weiß schon länger ein vielfältiges Markenimperium sein Eigen und geht nun einen für (Ex-)Sportler ungewöhnlichen Weg: Er nutzt sein Know-how und Netzwerk für die Beratung von Weltkonzernen.
Dass ein Sportler unter seinem Namen eigene Produkte vermarktet, ist nichts Ungewöhnliches. Auch Klitschko schlägt in Kürze mit einem Performance-Boxschuh diesen Weg ein, weitere Produkte befinden sich in der Pipeline. Viel interessanter und ungewöhnlicher ist allerdings ein anderer Aspekt in der weiteren Karriereplanung des Schwergewichtlers: Über seinen Beratungsarm Klitschko Ventures kooperiert der Boxer mit namhaften Unternehmen. Startpartner sind die SAP, die Deutsche Telekom, Porsche und Klitschkos ehemaliger Werbepartner McFit. Das Stichwort lautet Expertisetransfer - Testimonial-Deals wird es künftig keine mehr geben. Konkret sieht das wie folgt aus: Während Klitschko mit McFit an einem ganzheitlichen Trainingskonzept tüftelt, also an einem tatsächlichen Produkt, geht es bei der Zusammenarbeit mit den Konzernen um die Metaebene. Der Ukrainer will die Partner mit seinem Konzept "Challenge Management" bei den Herausforderungen der digitalen Transformation unterstützen. An der Universität St. Gallen startete schon 2015 der Weiterbildungsstudiengang "Challenge" Management", in Kürze erscheint zudem ein gleichlautendes Buch. Mit der Deutschen Telekom hat Klitschko ein "Challenge Management"-Portal sowie Workshops ins Leben gerufen, um die mittelständischen Kunden des Unternehmens auf deren Weg zur digitalen Transformation zu begleiten. "Die Challenge heißt heute, sich immer wieder infrage zu stellen", sagt Hagen Rickmann, Geschäftsführer Geschäftskunden bei der Deutschen Telekom. Ähnlich nutzt auch die SAP Klitschkos Methoden, Porsche will hingegen seinen Markenkern "Intelligent Performance"mit Klitschkos Credo "Brain and Power" zusammenbringen.
Das Markenimperium des Klitschko-Clans
Das Markenimperium des Klitschko-Clans (Bild: dfv)
Diese sowie alle weiteren Aktivitäten - zum "Wladimperium" gehören etwa eine Vermarktungsagentur, eine Stiftung und ein Hotel - bündelt er künftig unter der Dachmarke "Klitschko". Schon vor 17 Jahren ließ er gemeinsam mit Bruder Vitali den Nachnamen beim Patentamt als Marke schützen, inzwischen ist deren Träger allein Wladimir. Vitali konzentriert sich auf das Bürgermeisteramt der Stadt Kiew. Die Visual Identiy der Marke verantwortet die Agentur Fedoriv in Kiew. Das Leitmotto der neuen Klitschko-App "Decoding Success" stammt von RCKTfam

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