Witziger Edeka-Spot Wie ein Ömchen einen Prahlhans vor dem Herzinfarkt rettet

Dienstag, 19. November 2013
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Manche wünschen sich zu Weihnachten einen gelungenen Braten. Andere wünschen ihren Mitmenschen die Rettung vor dem frühen Herztod. Mit gleich zwei Kampagnen zum Jahresende liefert der Lebensmittelhändler Edeka die Antwort für beide Szenarien. In der Kampagne "Fröhliche Wein-Nach" setzt der Hamburger Konzern seine Lebensmittel-Kompetenz für die Feiertage in Szene, während die jetzt gestartete "Omega-3-Wurst" ein von Edeka neu entwickeltes Produkt bewirbt. Die Marke zeigt sich kommunikativ beweglicher denn je. Dabei hatte der Auftakt für Edekas werbliche Jahresendrallye durchaus für so manchen kritischen Kommentar gesorgt. Denn üblicherweise ist die Weihnachtssaison eine Zeit, in der sich die großen Marken mit neuen Kampagnen-Kreationen zurückmelden. Dass Edeka stattdessen auf eine Sortimentskampagne rund um ein servicelastiges Online-Weinspecial setzte und dazu begleitend den schon gezeigten Spot "Entrecote" entstaubte, war daher ungewöhnlich.

Der Lebensmittelhändler hat sich stattdessen für eine TV-Premiere seiner selbst entwickelten Omega-3-Wurst entschieden, von deren Potenzial bei gesundheitsbewussten Konsumenten sich das Unternehmen offensichtlich viel verspricht. Sowohl mit seiner Platzierung vor der "ARD Tagesschau" wie auch in der Wahl seiner Protagonistin, der 79-jährigen Schauspielerin Dagmar von Kurmin, macht die von Jung von Matt/Neue Elbe entwickelte Kampagne deutlich, dass sie speziell ältere Konsumenten erreichen will. Der TV-Spot soll im Januar zudem noch mit Online-Maßnahmen sowie mit Anzeigenschaltungen in Publikumstiteln und der "Apotheken-Umschau" verlängert werden.



Beim Dreh des Spots (Produktion: Film Deluxe, Berlin), der das humorvolle Aufeinandertreffen eines gestressten Jungmanagers mit einer älteren Edeka-Kundin inszeniert, ging man ebenfalls neue Wege. Zum einen fehlt in dem 30-Sekünder erstmals die Rolle des Edeka-Kaufmanns. Dieser war in den früheren Kampagnen immer ein absolutes Muss der Markeninszenierung. Zum anderen ließ sich das Filmteam unter Regisseur J.J. Keith inspirieren und produzierte aus den Spontan-Improvisationen von Manager-Darsteller Fredrik Jan Hoffmann eine alternative, längere Spot-Version, die nun online zu sehen ist. cam
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