"Werkself 2.0" Bayer Leverkusen will sein Image aufpolieren

Donnerstag, 18. Juli 2013
Der aktuelle Webauftritt von Bayer Leverkusen (Foto: Screenshot)
Der aktuelle Webauftritt von Bayer Leverkusen (Foto: Screenshot)


Dass Fußballprofis sich über den Platz hinaus Gedanken machen, kommt eher selten vor. Umso bemerkenswerter erscheint da die Kritik von Nationalspieler Stefan Reinartz, der das fehlende Image seines Vereins Bayer Leverkusen öffentlich bemängelt hat. Der Klub hat unterdessen den Vertrag mit seiner Agentur Milk, Köln, nach sieben Jahren nicht verlängert und stattdessen die Düsseldorfer Kreativen von Achtung an Land gezogen. Eine Werbekampagne mit dem Arbeitstitel "Werkself 2.0" ist bereits in Planung. "Wir sind dabei, eine Kampagne vorzubereiten, um das Thema Werkself emotional aufzuladen", sagte Vorstandschef Wolfgang Holzhäuser gegenüber der DPA zu dem Thema. Ein "Gallier-Image" - das kleine Leverkusen gegen den großen Rest im rheinischen Einzugsgebiet - wie es Reinartz vorgeschlagen hat, werde man sich laut Holzhäuser jedoch nicht zulegen. Dem Klubboss schwebt eher vor, "der beliebteste Zweitverein Deutschlands zu sein".

Tatsächlich hat der Verein offensichtliche Probleme in der Außenwirkung und kommt gegen die Traditionsvereine aus Köln, Mönchengladbach, Düsseldorf oder Gelsenkirchen kaum an. Auch rückläufige Zuschauerzahlen sind zu beklagen, was im auffälligen Gegensatz zum sportlichen Erfolg steht. In der vergangenen Bundesligasaison schnitt Bayer 04 hervorragend ab, landete nur einen Punkt hinter Borussia Dortmand auf Rang 3. In der nächsten Spielzeit ist man in der Champions League vertreten. tt
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