Werbewirtschafts-Prognose ZAW erwartet leichtes Plus für 2015 / Stabile Zahlen im vergangenen Jahr

Donnerstag, 21. Mai 2015
ZAW-Hauptgeschäftsführer Manfred Parteina blickt optimistisch ins laufende Jahr
ZAW-Hauptgeschäftsführer Manfred Parteina blickt optimistisch ins laufende Jahr
Foto: ZAW

Der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) ist für 2015 vorsichtig optimistisch: 31 Prozent der Mitglieder erwarten steigende, 52 Prozent unveränderte Werbeumsätze. An eine negative Entwicklung glauben 14 Prozent. Insgesamt rechnet der ZAW damit, dass die Investitionen gegenüber 2014 um ein Prozent steigen werden. Die Grundstimmung beim Dachverband ist entsprechend positiv.
2014 sind die Werbeinvestitionen minimal gestiegen
2014 sind die Werbeinvestitionen minimal gestiegen (Bild: ZAW/dfv)
Dafür sorgt auch der Rückblick auf 2014: Im vergangenen Jahr lagen die Ausgaben für Honorare, Werbemittelproduktion und Medienkosten bei insgesamt 25,27 Milliarden Euro, ein Mini-Plus von 0,1 Prozent im Vergleich zu 2013. Die Nettowerbeumsätze der zwölf vom ZAW ausgewiesenen Medien stabilisierten sich bei 15,32 Milliarden (minus 0,2 Prozent zu 2013). "Wir sehen eine konstante Aufwärtsentwicklung. Die Branche ist auf dem Weg, perspektivisch wieder die Werte von 2008 zu erreichen", sagt ZAW-Hauptgeschäftsführer Manfred Parteina. Im Jahr vor der Finanzkrise lagen die Nettoeinnahmen bei ca. 17 Milliarden Euro.
Das Sponsoring hat 2014 zugelegt
Das Sponsoring hat 2014 zugelegt (Bild: ZAW/dfv)
Trotzdem dürfte es Experten geben, die noch mehr erwartet hätten, schließen fanden mit den Olympischen Winterspielen und der Fußball-WM zwei werbeintensive Großereignisse statt. Und auch die wirtschafliche Gesamtlage war in Deutschland gut, die Zahl der Erwerbstätigen stieg erneut und auch das Bruttoinlandsprodukt kletterte um 1,6 Prozent auf 2,9 Billionen Euro. Parteina sagt dazu: "Wir beobachten schon länger, dass die Kurven der Werbeinvestitionen und des BIP nicht kongruent verlaufen." Als Erklärung hierfür könnte der Strukturwandel innerhalb der Medien gelten. Deutschland ist mit einem Marktanteil von 60 Prozent immer noch ein starkes Printland, gleichzeitig gewinnen aber die digitalen Medien stark an Bedeutung. fam/mir
Online und Mobile legten vergangenes Jahr zu
Online und Mobile legten vergangenes Jahr zu (Bild: ZAW/dfv)

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