Werbewirkung Apples Inhouse-Agentur schneidet schlechter ab als TBWA

Mittwoch, 09. Juli 2014
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Das abgekühlte Verhältnis zwischen Apple und seiner langjährigen Leadagentur TBWA / Media Arts Labs hatte im vergangenen Jahr zum Aufbau einer Inhouse-Agentur in Cupertino gesorgt. Aber wie der Wirtschaftnachrichtendienst Bloomberg meldet, legen Marktforschungsdaten nahe, dass Apple seine Kreativproblem damit nicht gelöst hat. Die inhouse produzierten Spots schneiden beim Publikum deutlich schlechter ab als die Agentur-Kreationen. Das Marktforschungsinstitut Ace Metrix hatte dazu Fernsehzuschauer befragt, wie unterhaltsam und überzeugend sie die unterschiedlichen Apple-Spots finden. Am besten schnitten dabei die von TBWA produzierten Spots "Powerful" und "Misunderstood" ab. Am schlechtesten wurden dagegen die inhouse produzierten Kampagnen "Hello" für das iPhone 5c und die iPad-Kampagne "Your Verse" bewertet.



Besonders das schlechte Abschneiden von "Your Verse" dürfte für Apple kaum eine gute Nachricht sein. Denn die Kampagne, die eine Originalaufnahme von Robin Williams aus "Der Club der toten Dichter" verwendet, war eigentlich als Wiederaufnahme der alten Apple-Werbetradition im Stil von "Here's to the crazy ones" gedacht. Doch anders als die klassische Kampagne wird "Your Verse" weder als sonderlich inspirierend noch als besonders unterhaltend empfunden.

Sollte sich diese Einzelumfrage als langfristiger Trend bestätigen, wäre der Sinn der Inhouse-Agentur ernsthaft in Frage gestellt. Die Abteilung, die laut "Ad Age" in ihrer Endausbaustufe einmal 1000 Mitarbeiter umfassen soll, sollte eigentlich die Wettbewerbsfähigkeit des Apple-Marketing im vergleich zu Erzrivalen Samsung verbessern. Der koreanische Konzern war bei der Verbesserung seiner Werbewirkung übrigens den umgekehrten Weg gegangen. Statt ausschließlich mit der eigenen Agenturtochter Cheil zusammenzuarbeiten, arbeitet Samsung in den USA höchst erfolgreich mit der kalifornischen Agentur 72andsunny zusammen. cam
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