Werbespendings im August TV und Online legen zu, Zeitungen schwächeln

Freitag, 12. September 2014
Zeitungen haben es im Kampf um Werbegelder weiterhin schwer
Zeitungen haben es im Kampf um Werbegelder weiterhin schwer
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Der deutsche Werbemarkt steuert im Jahr 2014 einmal mehr auf ein kleines Plus zu. Im August sind die Brutto-Spendings abermals leicht gestiegen. Davon können aber längst nicht alle Mediengattungen profitieren.
Die jüngste Auswertung des Hamburger Medienforschungsunternehmens Nielsen zeigt, dass die Unternehmen ihre Werbeausgaben in diesem Jahr bislang leicht von 16,1 Milliarden Euro auf knapp 16,9 Milliarden Euro gesteigert haben. Auch im August ging es etwas bergauf - von 1,78 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum auf knapp 1,85 Milliarden in diesem Jahr.
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Auch wenn die Brutto-Zahlen keine Rabatte abbilden und damit nicht klar ist, ob netto tatsächlich mehr Geld in Kommunikation investiert wurde, entwickelt sich der Kanal TV mal wieder am besten. Hier kletterten die Brutto-Einnahmen im August von 724 auf 793 Millionen Euro. Zulegen können auch die Kanäle Online, Out of Home und Kino: Die Ausgaben für Digital-Werbung kletterten leicht von 223 auf 237 Millionen Euro, die für Außenwerbung von 121 auf 130 Millionen Euro. Prozentual am stärksten legen die Kinovermarkter zu, die ihre Bruttoeinnahmen von 5 auf 9 Millionen Euro steigern.

Während sich Publikumszeitschriften im August mit Spendings in Höhe von 228 Millionen Euro genau wie Fachzeitschriften (26 Millionen Euro) und Radio (104 Millionen Ero) nahezu auf Vorjahresniveau bewegen, müssen die Zeitungen erneut ein leichtes Minus verkraften. Hier sanken die Brutto-Einnahmen im August von 346 Millionen Euro auf 319 Millionen Euro. Auch wenn die Tageszeitungen in der Jahresbilanz mit bislang 2,89 Milliarden Euro noch minimal im Plus liegen, ist der Knick im August sicherlich kein gutes Zeichen für den Herbst. mas
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