Weltweite Imageoffensive Vodafone inszeniert sich als Wunscherfüller

Dienstag, 14. Januar 2014
Eines der ersten "Firsts"-Projekte: Das Selbstverteidigungsprogramm der Inderin Mary Kom
Eines der ersten "Firsts"-Projekte: Das Selbstverteidigungsprogramm der Inderin Mary Kom

Vodafone geht weltweit auf Tuchfühlung mit den Endverbrauchern. Am heutigen Dienstag gibt der britische Telko-Riese bei einem Event in London den Startschuss für eine mehrjährige Imageinitiative. Mit dem ausschließlich auf soziale Medien zugeschnittenen Firsts -Programm betritt die Marke Neuland: "Etwas Vergleichbares hat es bei Vodafone noch nicht gegeben", erklärt die globale Brand-Direktorin Barbara Haase vorab gegenüber HORIZONT.NET. Die Messlatte liegt hoch: Die Firsts-Initiative soll zeigen, wie wichtig die von Vodafone bereitgestellte Mobilfunktechnologie inzwischen für viele Menschen ist. "Die meisten Verbraucher denken bei Vodafone nach wie vor eher an rationale Dinge wie an die Mobilfunkkosten. Jetzt ist es an der Zeit, mit den Konsumenten eine stärker emotionale Bindung einzugehen, die auch dem Produkt gerecht wird", erläutert Haase die Ziele des Vorhabens, bei dem Vodafone vom Team Red aus der WPP Gruppe unterstützt wird.

Will Firsts zu einer Community ausbauen: Vodafone-Managerin Barbara Haase
Will Firsts zu einer Community ausbauen: Vodafone-Managerin Barbara Haase
Dreh- und Angelpunkt ist die Marken-Aktivierungsplattform Firsts.com. Hier ist der Name Programm. Auf der Website ruft Vodafone Verbraucher dazu auf, Dinge zu posten, die sie gern zum ersten Mal in ihrem Leben tun würden und die sich mithilfe von mobiler Technologie schneller und besser umsetzen lassen. Vorgaben macht Vodafone keine. Laut Haase ist im Prinzip alles erlaubt - von sozialen Projekten bis hin zu den kleinen und großen persönlichen Wünschen. Eine Teilnahme kann sich durchaus lohnen. Vodafone verspricht, ausgewählte Wünsche möglich zu machen. Laut Haase wird auf Firsts.com im kommenden halben Jahr alle zwei Wochen ein neues Projekt vorgestellt, das mithilfe von Vodafone-Technologie realisiert wurde.

Surfer Tom Lowe will mithilfe von Vodafone die Monsterwelle Todos Santos bezwingen
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Um Firsts bekannt zu machen, hat sich Vodafone zum Start prominente Unterstützung geholt. Eine der ersten Geschichten, die auf Firsts.com präsentiert werden, ist die von Mary Kom. Die indische Profi-Boxerin und Olympia-Teilnehmerin hat mithilfe von Vodafone ein Selbstverteidigungsprogramm für indische Frauen aufgebaut. Vodafone hat nicht nur dabei geholfen, das Projekt bekannt zu machen. Auch dass sich indische Frauen heute per App und SMS mit Selbstverteidigungs-Tipps versorgen können, geht auf das Konto des Mobilfunkers. Weitere Geschichten drehen sich zum Start um den britischen Surfer Tom Lowe, der mit einer von Vodafone entwickelten App die Monsterwelle Todos Santos in Mexiko abpassen will, und den südafrikanischen Musiker Spoek Mathambo, der ein Song-Projekt über die Vodafone-Cloud realisierte. Auch das erste deutsche Projekt steht bereits fest. So wird ein DJ mithilfe von Vodafone die Smartphones von Konzertbesuchern zum Bestandteil einer Aufführung machen. Um welchen DJ er sich handelt, verrät Vodafone noch nicht.

Die "Firsts"-Initiative geht in eine ähnliche Richtung wie die aktuelle Kampagne der Deutschen Telekom. Der Bonner Konzern versucht derzeit ebenfalls die Bedeutung des eigenen Telekommunikationsnetzes anhand besonderer Geschichten deutlich zu machen. Den Auftakt machte Paul Carey, besser bekannt als der "Mann im rosa Tutu". Anders als Vodafone setzt die Telekom aber stark auf klassische Werbung. mas

Wie aus Firsts.com eine Community werden soll, warum die laufenden Kampagnen der Ländergesellschaften unverändert weiterlaufen und wie sich Firsts auf das Sponsoring-Engagement von Vodafone auswirkt, steht in der kommenden Ausgabe von HORIZONT, die ab Mittwoch digital als iPad- und E-Paper-Ausgabe und ab Donnerstag in der Printversion zur Verfügung steht.
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