Weltverbrauchertag ZAW wehrt sich gegen staatlich verordneten Konsum

Freitag, 13. März 2015
ZAW-Hauptgeschäftsführer Manfred Parteina
ZAW-Hauptgeschäftsführer Manfred Parteina
Foto: ZAW

Am kommenden Sonntag ist Weltverbrauchertrag. Für den Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft Anlass, sich für die Werbefreiheit stark zu machen.

Es ist kein Geheimnis, dass Verbraucherschutzverbände, Nicht-Regierungsorganisationen und auch Vertreter politischer Parteien die werblichen Möglichkeiten von Unternehmen weiter einschränken möchten. Die Alkohol-, Kosmetik- und Lebensmittelbranche stehen dabei besonders im Fokus. Und so dürfte es am kommenden Wochenende wieder die eine oder andere Forderung nach mehr Verboten und Vorschriften für den Einsatz von Werbung geben.

„Die politische Debatte über Werbung wird immer stärker ausschließlich risiko- und technologiegetrieben geführt“, sagt Manfred Parteina, ZAW-Hauptgeschäftsführer. Warum das aus Sicht des Verbands gefährlich ist: „Werbung und kommerzielle Kommunikation sind unverzichtbar für die soziale Marktwirtschaft. Mit Netto-Investitionen von 15,24 Milliarden Euro sind sie essenzieller Träger der Medien-, Kultur- und Kreativwirtschaft“, sagt Andreas F. Schubert, Präsident des ZAW.

Den Werbekritikern gehe es um staatlich kontrollierten Konsum. Genau das lehnt der Verband entschieden ab. "Jeder Eingriff in Gestalt von Zwangsangaben, Kommunikationsverboten und -einschränkungen beschneidet das Recht der Umworbenen auszuwählen, führt unmittelbar zu Einnahmeeinbußen bei den privat-wirtschaftlichen Medien und hat direkte Auswirkungen auf den Bestand der Meinungspluralität", heißt es in einem Schreiben an die Presse, das HORIZONT Online vorliegt. Darin vertritt der ZAW eine klare Haltung. "Es ist unstreitig, dass Verbraucher vor gesundheitlichen Gefahren und unseriösen Machenschaften geschützt werden müssen. Wo es um die Abwehr nachweisbarer Gefahren geht, sind staatliche Gebote und Verbote nachvollziehbar", bekräftigt Schubert. "Doch der übergreifende ökonomische Wert der Werbung für Wirtschaft und Gesellschaft darf in der verbraucherschutz-politischen Debatte nicht aus dem Blickfeld geraten."

Um diese Botschaft noch stärker zu verankern, hat der ZAW seinen Internet-Auftritt relauncht. Ein neues Layout, mehr Fakten zum Wert der Werbung und zur volkswirtschaftlichen Bedeutung der Branche sollen für mehr Aufklärung und Wissen sorgen. Neben dem ZAW-Team hat die Berliner Agentur Junge Meister an dem Relaunch gearbeitet. mir

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