Weltfriedenstag Wieso McDonald's und Burger King für die UN Frieden schließen

Montag, 21. September 2015
Zum Weltfriedenstag werben McDonald's und Burger King für die UN
Zum Weltfriedenstag werben McDonald's und Burger King für die UN
Foto: McDonald's

Nein, ein gemeinsamer McWhopper ist es nicht geworden, doch zum heutigen Weltfriedenstag legen McDonald's und Burger King ihre Rivalität bei. Herausgekommen ist im zweiten Anlauf die von McDonald's-CEO Steve Easterbrook gefordete "globalere und bedeutungsvollere" Initiative. In 38 Ländern werden die beiden Fastfood-Riesen zusammen mit McCain Foods, Mastercard, Dreamworks, Cargill und den Medienpartnern Google, Facebook und Twitter um Spenden für das Ernährungsprogramm der Vereinten Nationen werben.

Die von TBWA\Chiat\Day New York kreierte Kampagne soll Flüchtlingen in Syrien, Iran, Süd-Sudan und Yemen zugute kommen und knüpft damit nahtlos an der Kommunikationsinitiative an, die McDonald's schon zur Ankunft syrischer Flüchtlinge in Deutschland gestartet hat. Anders als in der ursprünglich von Burger King vorgeschlagenen Idee tritt in dem in der Originalversion von Schauspieler Liam Neeson erzählten Film (siehe unten) keiner der Sponsoren mit seinem Markennamen offen auf. Die Beteiligten spenden stattdessen Teile ihres Werbevolumens und promoten die Kampagne in den sozialen Netzwerken. McDonald's wird beispielsweise in Deutschland drei seiner TV-Werbeslots für die Ausstrahlung des Kampagnenfilms zur Verfügung stellen.

CEO Easterbrook will die Initiative aber nicht als Kampagne der Marke, sondern als Teil der gesellschaftlichen Verantwortung des Unternehmens verstanden wissen: "Wenn irgend jemand einem internationalen Projekt helfen kann, das Flüchtlingen Nahrung gibt und den Hunger bekämpft, dann sind wir das." Burger King kann sich dagegen auf die Fahne schreiben, den Weltfriedenstag überhaupt auf die Agenda der Fast-Food-Industrie gesetzt zu haben. Neben der UN-Initiative setzt der McDonald's-Komkurrent auch sein "Peaceburger"-Projekt mit kleineren Fastfoodketten um. Nutznießer dieser Aktion ist die gemeinnützige Initiative Peace One Day, die 2002 die Einrichtung des Weltfriedenstags in der UN-Generalversammlung durchsetzte. cam

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