Wearables Google Glass erobert die Straßen von London

Donnerstag, 26. Juni 2014
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Noch gehört Google Glass zu den umstrittensten Produkten der digitalen Konsumelektronik. Trotzdem wagt Google nun den ersten Schritt für die internationale Expansion und sucht Kandidaten für sein Glass-Explorer-Programm in Großbritannien. Early Adopter, die kein Problem mit öffentlichen Anfeindungen wegen ihrer Brille haben, müssen für das Privileg allerdings tief in die Tasche greifen: 1000 Pfund soll die Glass in England kosten. Mit der Expansion, die Google natürlich mit einem Youtube-Video und einer eigenen Website begleitet, setzt das Unternehmen seine Strategie fort, die Beta-Phase der Produktentwicklung zur Marketingkampagne zu machen. Googles Datenbrille hat unverändert noch mit praktischen Problem wie der Akku-Laufzeit und dem Design zu kämpfen. Auch der konkrete Nutzen des Produkts wird immer noch kontrovers diskutiert.

Das hindert Google allerdings nicht, sein Explorer-Programm als große PR-Plattform zu nutzen, um noch vor dem eigentlichen Verkaufstart die Markenbekanntheit und Akzeptanz für Glass aufzubauen. Mit Blick auf die Bekanntheit geht die Strategie auf: Lange bevor sich das Problem überhaupt stellt, geben Gaststätten, Kino und andere Unternehmen Regeln für die Nutzung von Google Glass in ihren Räumlichkeiten bekannt. Kostenlose PR für die Marke. Gleichzeitig sinkt allerdings dadurch die grundsätzliche Akzeptanz für ein Produkt, das von der Öffentlichkeit mehrheitlich als Risiko für die eigenen Privatsphäre wahrgenommen wird. cam
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