We Will Das ist die neue globale Kampagne von Under Armour

Mittwoch, 06. September 2017
Under Armour gibt wieder Gas im Werbeblock
Under Armour gibt wieder Gas im Werbeblock
© Under Armour

Die 2013 gestartete Under-Armour-Kampagne "I will" gehört zu den ikonischsten Werbeauftritten der vergangenen Jahre. Aus ihr stammen etwa Spots wie "I will what I want" mit Top-Model Gisele Bündchen. Nun dreht der US-Sportartikler die Idee weiter: Das Kampagnen-Motto lautet künftig "We Will" und soll die Kraft des Sports insbesondere in Bezug auf Inspiration und Teamgeist unterstreichen.

Dafür hat Under Armour die Crème de la Crème aus seinem großen globalen Testimonial-Pool vor der Kamera versammelt: Neben Quarterback Cam Newton, Schwimm-Legende Michael Phelps und Basketball-Star Steph Curry haben auch Golfer Jordan Spieth, Boxer Anthony Joshua und Tennisspieler Andy Murray einen Auftritt in dem einminütigen Spot. Und auch die Spieler des FC St. Pauli aus der zweiten Fußball-Bundesliga dürfen einmal kurz entschlossen in die Kamera blicken.

Im Gegensatz zu den vergangenen Kampagnen war die New Yorker Agentur Droga 5 mit ihren deutschen Kreativdirektoren Felix Richter und Alexander Nowak diesmal nicht involviert. Vielmehr ist die Kampagne inhouse entstanden. Den Hut hierbei hatten Brian Boring, Vice President Creative and Design, und Trang Dam, Director Brand Content, auf. Droga 5 ist allerdings nach wie vor die Agentur von Under Armour, berichtet creativity-online. Der Anspruch, der mit der Kampagne transportiert wird, ist gewaltig: Sport kann die Welt verändern. Und Under Armour will dazu einen bedeutenden Teil beitragen. Die Athleten, die der Sportartikler unter Vertrag hat, helfen dabei fleißig mit: In den vergangenen Stunden haben die Under Armour-Testimonials damit begonnen, den Spot über ihre Social-Media-Accounts zu verbreiten. Darüber steht bei vielen der Satz: "Sports can change the world – they’ve definitely changed mine. How have sports inspired you?"

Bei der Kampagne schwingt dadurch auch eine gehörige Portion gesellschaftliche Verantwortung mit. Diese versucht Under Armour auch außerhalb seiner Werbekampagnen zu demonstrieren. So demonstrierte das Unternehmen auf Twitter gerade erst Solidarität mit den Kindern von illegal in die USA Eingewanderten. Diesen "Dreamers" genannten Menschen will US-Präsident Donald Trump die Aufenthaltsgenehmigung entziehen. 
Allerdings hat Under Armour auch seine liebe Not mit der Politik. Der Grund: CEO Kevin Plank. Dieser hatte bereits im Frühjahr mit einem positiven Statement über Trumps Politik für Unmut bei Werbepartnern gesorgt. Mitte August verabschiedete sich Plank aus dem Gremium American Manufacturing Council, das Trump in Wirtschaftsfragen beraten hatte. Seine Begründung: "Under Armour engagiert sich bei Innovationen und Sport, nicht in der Politik". Nachdem der US-Präsident die rassistischen Ausschreitungen in Charlottesville nicht entschieden genug verurteilt hatte, waren neben Plank noch weitere Manager aus dem Gremium zurückgetreten - woraufhin Trump es komplett auflöste.

Auch mit der "We Will"-Kampagne ist ein soziales Projekt verbunden: Gemeinsam mit der Hilfsorganisation Team Rubicon engagiert sich Under Armour in der Hilfe für die Betroffenen des Hurrikans Harvey, der Ende August auf die US-amerikanische Küste getroffen war und große Verwüstungen sowie schwere Überschwemmungen angerichtet hatte. ire

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