Bundestagswahl 2017 So unspektakulär wirbt Die Linke im TV

Dienstag, 29. August 2017
Die Linke will gegen Ausländerfeindlichkeit mobil machen
Die Linke will gegen Ausländerfeindlichkeit mobil machen
Foto: Die Linke
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Knapp vier Wochen vor der Bundestagswahl am 24. September verlagern die Parteien ihre Kampagnen in die TV-Werbeblöcke. Nach SPD, CDU, Bündnis 90/Die GrünenFDP und zuletzt Die Partei hat jetzt auch Die Linke ihren TV-Spot präsentiert. Spektakuläre Effekte und Inszenierungen wie etwa bei der FDP sucht man in dem vom langjährigen Stammbetreuer DiG/Trialon in Berlin entwickelten Commercial freilich vergebens. Stattdessen greift der TV-Spot zentrale Elemente und Botschaften der Plakatkampagne auf.
Kann man all das, wofür Die Linke steht, vor der eigenen Haustür finden? Der TV-Spot suggeriert, dass das durchaus möglich ist. Angefangen bei Lösungen gegen Altersarmut über sichere Jobs, die Millionärs-Steuer bis hin zu bezahlbaren Mieten und dem Kampf gegen Ausländerfeindlichkeit - dem Team von DiG/Trialon und der beteiligten Berliner Produktionsfirma Avanzado Film genügte ein einziger Straßenzug, um Motive für all diese Themen zu finden (oder zu platzieren) - und in dem 90-Sekünder unterzubringen. 
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    (Bild: Die Linke)
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Erst am Schluss des Wahlwerbespots kommen die beiden Spitzenkandidaten zu Wort. "Wir machen, was wir versprechen", wirbt Sahra Wagenknecht um Unterstützer für den in Aussicht gestellten "politischen Neubeginn", bevor ihr Mitstreiter Dietmar Bartsch mit dem Ausspruch "Kein weiter so!" den Wahlkampfslogan aufgreift und dazu aufruft, am 24. September für Die Linke zu stimmen. 

Der TV-Spot, der die Botschaften der Plakatkampagne in Form von eingerahmten Szenen aufgreift, läuft bis zum Wahlsonntag auf ARD und ZDF. Die beiden öffentlich-rechtlichen Sender sind gesetzlich verpflichtet, den politischen Parteien Werbezeiten unentgeltlich zur Verfügung zu stellen. Laut 
Volker Ludwig, Geschäftsführer bei DiG/Trialon, wird auch Sat 1 den Spot zweimal kostenfrei ausstrahlen.

Die übrigen Privatsender wird die Agentur, die seit 2005 für die Partei tätig ist und sich auch um Media kümmert, meiden. Zwar dürfen die Sender laut Parteiengesetz nur die Selbskosten berechnen. Doch selbst das ist der Partei bei einem Gesamtbudget in Höhe von 5,5 Millionen Euro zu teuer. Stattdessen setzt Die Linke lieber auf Social Media. So wurde eine Real-360-Grad-Version des Spots produziert (siehe Video oben), die vor allem auf Facebook zum Einsatz kommen soll. 

Der Fokus im Mediamix liegt allerdings auf Out of Home. Für Großflächenplakatierungen nimmt Die Linke insgesamt 1,75 Millionen Euro in die Hand. Der Rest geht für Veranstaltungen (1,6 Millionen Euro), sowie für Online und audiovisuelle Medien (jeweils 450.000 Euro) drauf. mas 
Bundestagswahlkampf 2017
Bild: HORIZONT

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