Wahlwerbung AfD unzufrieden mit Wahlkampf - neues Team soll es richten

Freitag, 21. Juli 2017
Eines der umstrittenen Wahlplakate der AfD
Eines der umstrittenen Wahlplakate der AfD
© AfD

Die AfD-Führung ist unzufrieden mit dem Start in den Wahlkampf und hat neue Leute für ihr Team geholt. Die "Bild"-Zeitung berichtet, dass ein siebenköpfiges Gremium mit den Spitzenkandidaten Alexander Gauland und Alice Weidel faktisch die Steuerung des Wahlkampfs übernommen habe. Der "Focus" berichtet von einer "Entmachtung" des bisherigen Wahlkampfchefs Michael Büge.
Dazu sagte AfD-Sprecher Christian Lüth: "Von Entmachtung kann man nicht sprechen." Das bisherige Team leiste gute Arbeit. Allerdings gebe es eine neue Gruppe, die "strategischen Input" geben solle. Nach dem Bericht der "Bild" soll die neue "Spezialeinheit" durch "kluge Provokationen" eine erhöhte Medienaufmerksamkeit schaffen.
Mit Umfragewerten von zuletzt 7 bis 8 Prozent ist die AfD unzufrieden. Die AfD leide daran, dass ihr "derzeit die zentralen Kernbotschaften fehlen, die die Wähler mit der AfD assoziieren", zitiert die "Bild" aus einem Strategiepapier Gaulands. "Es verschwimmt, wofür die AfD eigentlich steht."

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Diese "inhaltlich diffuse Situation" werde im Wahlkampf durch weitere schädliche Faktoren verschärft, heißt es dem Bericht zufolge in dem Papier Gaulands. Hintergrund ist neben den anhaltenden Personalquerelen ein Streit um die Wahlplakate für die bundesweite Kampagne. Spitzenkandidatin Weidel findet die von der Schweizer Agentur Kunkelbakker um den deutschen Kommunikationsberater und Schriftsteller Thor Kunkel ("Endstufe") entwickelten Motive im Gegensatz zu Gauland nach dem "Focus"-Bericht zu radikal und national-konservativ. Der Landesverband Bayern hat eigene Plakate entwickelt. dpa
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