Vor Bundesliga-Start Fußball-Clubs in Investitionslaune / Weiteres Einnahmeplus erwartet

Donnerstag, 08. August 2013
Rollt der Ball, rollt der Rubel (Foto: Adidas)
Rollt der Ball, rollt der Rubel (Foto: Adidas)
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Investitionslaune Einnahmeplus Fußball-Bundesliga


Sportlich gesehen konnte die Fußball-Bundesliga in der vergangenen Saison glänzen wie selten zuvor - die wirtschaftliche Lage hat sich dennoch leicht eingetrübt: Zwar erwirtschaftete die Mehrheit der Bundesligisten (62 Prozent) wie in der Vorsaison einen Gewinn, der Anteil derjenigen mit hohem Gewinn sank jedoch deutlich von 52 auf 31 Prozent. Knapp jeder Fünfte Erstligist schreibt weiterhin rote Zahlen. Das sind Ergebnisse der EY-Fußballstudie "Bälle, Tore und Finanzen X". Trotzdem sind die Clubmanager in den drei höchsten Spielklassen zufrieden: Erstmals seit Beginn der Befragung im Jahr 2003 bezeichnen alle Vereine die gegenwärtige wirtschaftliche Lage der Fußballbranche als gut oder eher gut. Entsprechend hoch ist die Bereitschaft zu investieren.

In der kommenden Saison soll es nach Meinung der Fußballmanager weiter aufwärts gehen: 88 Prozent erwarten eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage des deutschen Profifußballs. Damit einher geht eine hohe Bereitschaft, zu investieren - vor allem in höhere Spielergehälter und die Nachwuchsförderung. In den unteren Spielklassen, also 2. Bundesliga und 3. Liga, gibt außerdem einen Trend zu Stadioninvestitionen. Ziel ist meist der Auf- und Ausbau von VIP-Kapazitäten.

In der höchsten Spielklasse erwartet jeder zweite Club, dass sich die ökonomische Lage der Fußballbranche in der nun beginnenden Saison deutlich verbessern wird - nur 6 Prozent rechnen mit einer Verschlechterung der Lage. Dank des neuen TV-Vertrags können sich die Vereine auf einen deutlichen Anstieg der Medieneinnahmen freuen. In der vergangenen Saison flossen aus den TV-Töpfen 438 Millionen Euro in die Kassen der Erst- und Zweitligisten. Dieser Betrag steigt in den kommenden vier Jahren um fast 50 Prozent auf durchschnittlich 628 Millionen Euro. In der Spielzeit 2013/14 sind es 560 Millionen Euro.

Konkret rechnen die Erstliga-Clubs mit einem durchschnittlichen Anstieg ihrer Gesamteinnahmen - die neben Medienerlösen aus dem Sponsoring, dem Ticketing und dem Merchandising kommen - um 8 Prozent. In gleicher Höhe liegt allerdings auch die erwartete Ausgabensteigerung. Die Zweitligisten rechnen mit einer Einnahmensteigerung von durchschnittlich 21 Prozent, wollen im Schnitt aber 24 Prozent mehr ausgeben. mh
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