Volkswagen-Skandal Weitere Vorstände müssen wohl wegen "Dieselgate" gehen

Donnerstag, 24. September 2015
Audi-Vorstand Ulrich Hackenberg auf der AutoChina im April 2015
Audi-Vorstand Ulrich Hackenberg auf der AutoChina im April 2015
Foto: Volkswagen

Der Manipulationsskandal bei Volkswagen kostet wohl weitere Topmanager ihren Job. Bestätigen sich entsprechende Berichte, dann müssen Audi-Vorstand Ulrich Hackenberg, Porsche-Entwicklungschef Wolfgang Hatz und VW-Entwicklungsvorstand Heinz-Jakob Neußer gehen.
Im Volkswagen-Konzern hat das große Aufräumen begonnen. Nachdem gestern Martin Winterkorn als Vorstandsvorsitzender seinen Hut nahm, verlieren weitere Top-Entscheider des Konzerns ihren Job. Nach mehreren Medienberichten verlieren Audi-Vorstand Ulrich Hackenberg, Porsche-Entwicklungschef Wolfgang Hatz und VW-Entwicklungsvorstand Heinz-Jakob Neußer ihren Job. Damit setzt der Aufsichtsrat seine gestrige Ankündigung um, dass nach dem Abgang von CEO Martin Winterkorn weitere personelle Konsequenzen folgen werden. Hackenberg war von 2007 bis 2013 Entwicklungschef bei Volkswagen, bevor er wieder zu Audi wechselte. Hatz war sein Mitarbeiter, bevor er 2011 zu Porsche wechselte. Heinz-Jakob Neußer führt als Nachfolger von Hackenberg seit 2013 das Entwicklungsressort bei VW. "Darauf können man derzeit keine Rücksicht nehmen", zitiert "Spiegel Online" einen Aufsichtsrat. Das Präsidium des Kontrollgremiums hatte gestern schonungslose Aufklärung versprochen. Dazu gehört auch eine Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Braunschweig. Nur so könne man das Vertrauen der Kunden zurückgewinnen. Weitere Personalien dürften da folgen. mir
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