Volkswagen Marketer Anders-Sundt Jensen übernimmt bei VW neue Aufgaben

Donnerstag, 24. November 2016
Anders Sundt Jensen, Leiter Marketing Kommunikation Volkswagen Pkw
Anders Sundt Jensen, Leiter Marketing Kommunikation Volkswagen Pkw
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Neue Aufgabe für Anders-Sundt Jensen: Der Volkswagen-Manager, seit Januar 2014 für die globale Marketingkommunikation der Marke VW verantwortlich, soll nach HORIZONT-Informationen für den Autobauer im Iran eine Vertriebsorganisation aufbauen.

Der Topmanager hat sich bereits von seinen Mitarbeitern im Marketing verabschiedet und dabei sein neues Aufgabengebiet umrissen, wie aus dem Umfeld des Wolfsburger Autoherstellers zu hören ist. Offiziell bestätigt VW den Jobwechsel allerdings nicht.

Es ist nicht das erste Mal, dass der berufliche Werdegang von Jensen für Schlagzeilen sorgt. Bis Sommer 2013 in Diensten von Mercedes-Benz, kam auch damals sein Wechsel zu dem niedersächsischen Volumenhersteller unerwartet. Jensen muss jetzt echte Pionierarbeit leisten. Erst nach dem Abschluss des Atomabkommens im Juli 2015 hat der Westen einen Teil seiner Finanz- und Handelssanktionen gegen das Land aufgehoben. Der iranische Automarkt gilt in der Branche aber als ein möglicher Wachstumsmarkt, weil ein Großteil der Autos dort überaltert sind.

"Aufgrund des hohen Nachholbedarfs ist mittelfristig damit zu rechnen, dass der iranische Pkw-Markt auf ein Volumen von etwa drei Millionen Neuzulassungen pro Jahr wachsen kann", sagt beispielsweise der Verband der Automobilindustrie (VDA). Hier die Möglichkeiten auszuloten und lokale Partner zu gewinnen, dürfte mit zu den Aufgaben von Jensen gehören.

Unbekannt sind dem ehemaligen Mercedes-Manger solche Situationen nicht.  Als Projektleiter "Sprinter Südamerika" verantwortete er von 1994 bis 1996 für Mercedes-Benz Argentinien unter anderem die Produktionsplanung sowie die Markteinführung. Als President und CEO von Daimler-Chrysler Dänemark und Schweden setzte er auf dem nordischen Markt Akzente.

In seiner Zeit als Markenchef von Smart und Chef der globalen Markenkommunikation von Mercedes-Benz modernisierte er schrittweise die Markenauftritte und prägte das Image beider Marken. Ähnliches muss er jetzt für VW auf unbekannten Terrain leisten, das zudem politisch durch den Regierungswechsel in den USA wieder an Brisanz gewonnen hat. Immerhin: Einen Dieselgate-Malus soll es in dem Land nicht geben. mir/mam

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