Vertrag bis 2017 AOK wird Hauptsponsor des Deutschen Handballbundes

Mittwoch, 04. Juni 2014
AOK und DHB beschlossen eine Zusammenarbeit bis 2017 (Bild: AOK)
AOK und DHB beschlossen eine Zusammenarbeit bis 2017 (Bild: AOK)


Der Deutsche Handballbund (DHB) hat einen neuen Hauptsponsor gefunden: bereits beim Länderspiel gegen Norwegen am 3. Juni zierte das Logo der AOK
das erste Mal die Triktos der Männer-Nationalmannschaft. Die Gesundheitskasse unterstützt den DHB bis Ende 2017 und tritt damit die Nachfolge des Onlinehändlers Getgoods an, der Ende vergangenen Jahres Insolvenz anmelden musste. Neben dem Trikotsponsoring räumt das von Sportfive vermittelte Paket der AOK auch die Logo-Präsenz auf Banden und den Medizinkoffern am Spielfeldrand ein. Offiziell firmiert die Gesundheitskasse als exklusiver DHB-Gesundheitspartner. Deshalb beinhaltet die Zusammenarbeit auch die Möglichkeit für die AOK, mit Aktionsständen die Fans der Nationalmannschaft über Gesundheitsthemen zu informieren. "Im Rahmen der Kooperation halten wir auch Werte wie Teamgeist, Solidarität und Toleranz hoch. Ich bin mir sicher, dass uns gemeinsam ein großer Wurf gelingt", so Jürgen Graalmann, Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes.

Die Partnerschaft gebe dem DHB die Möglichkeit, neue Akzente zu setzen, ergänzt Präsident Bernhard Bauer. So wolle man gemeinsam mit der AOK den Kinder- und Schulsport stärker fördern und den Amateur- und Breitensport zur Prävention attraktiver gestalten. "Im Hinblick auf die WM 2019 in Deutschland und Dänemark möchten wir zudem alles dafür tun, um eine Nationalmannschaft zu stellen, die mit ihrem Erfolg noch mehr Lust auf Sport und Bewegung macht", so Bauer.

Zuletzt war der deutsche Handball nicht gerade vom Glück verfolgt - nimmt man den jüngsten Champions-League-Sieg der SG Flensburg-Handewitt im rein deutschen Finale gegen den THW Kiel einmal aus. Denn die Herren-Nationalmannschaft konnte sich weder für die Olympischen Spiele 2012 noch für die Europameisterschaft 2014 qualifizieren. Obendrauf kam dann die Pleite des erst Anfang des Jahres 2013 eingestiegenen Hauptsponsors Getgoods, der eigentlich bis mindestens 2017 an Bord bleiben sollte. Zudem steht mit dem HSV Handball ein Aushängeschild der heimischen Liga derzeit wegen Finanzproblemen vor dem Aus.

Insofern ist die Partnerschaft mit der AOK für den DHB durchaus eine runde Sache. Zumal das Unternehmen nach Informationen von "Sponsors" je nach sportlichem Abschneiden zwischen 700.000 und einer Million Euro pro Jahr überweist. Um so wichtiger wäre es, wenn sich die deutsche Herren-Nationalmannschaft in den Playoffs gegen Polen (7. und 14. Juni) für die WM 2015 in Katar qualifiziert. ire
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