Verkehrssicherheit Hände Weg vom Smartphone beim Autofahren

Donnerstag, 31. März 2016
Schauspieler Christoph Arnold ist einer der Protagonisten in dem Spot
Schauspieler Christoph Arnold ist einer der Protagonisten in dem Spot
Foto: Mobil in Deutschland

Hände gehören ans Steuer und nichts ans Smartphone, jedenfalls beim Autofahren. Das ist die Kernaussage einer Kampagne, die der Automobilclub Mobil in Deutschland gestartet hat.
Im Straßenverkehr sind sie nicht zu übersehen: Autofahrer, die Nachrichten auf dem Smartphone lesen, tippen und chatten, während sie mit ihrem Wagen durch die Stadt schleichen oder über die Autobahn rasen. Wird schon nichts passieren, man passt ja auf. Das kann gutgehen, muss es aber nicht. Wer bei 40 km/h sieben Sekunden auf sein Handy starrt, legt immerhin rund 75 Meter im Blindflug zurück. Doch mit solchen Gefahrenfakten will die Kampagne "Be Smart! Hände ans Steuer - Augen auf die Straße" gar nicht argumentieren. Vielmehr setzt der Auftritt auf die leisen Töne. "Wir wollen positiv motivieren, das Smartphone während der Fahrt nicht zu nutzen", erklärt Michael Haberland, Präsident Mobil in Deutschland den kommunikativen Ansatz. Da wird der kurze Flirt mit der Frau im Cabrio mal eben zur kleinen pädagogischen Lehrstunde.

Damit unterscheidet sich der Auftritt, der inhouse entstanden ist, stark von ähnlichen Initiativen wie etwa "Don't text an drive" in den USA. Dort wird vielfach mit Unfallszenen gearbeitet, um drastisch über die Folgen der Smartphone-Nutzung am Steuer aufzuklären. Nach amerikanischen Zahlen sterben in den USA pro Jahr 3000 Verkehrsteilnehmer durch Ablenkung an Steuer. Auf Deutschland bezogen sind das nach Berechnungen von Mobil rund 750 Verkehrstote pro Jahr.
Für die Initiative hat Mobil in Deutschland bereits einige Partner gewinnen können, unter anderem TÜV Süd, die Mediengruppe RTL, Volkswagen, Esso, VDA, Samsung und den Fahrzeugausrüster Sortimo. Weitere sollen folgen. Neben zwei TV-Spots, die auf den Sendern der Mediengruppe RTL laufen, wird man der Kampagne unter anderem in den digitalen Kanälen begegnen, etwa auf der Microsite, in Blogbeiträgen und den sozialen Netzwerken. mir

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