Unicef Dirk Nowitzki wird zum Erdnuss-Künstler

Donnerstag, 18. September 2014
Dirk Nowitzki engagiert sich für Unicef gegen Mangelernährung
Dirk Nowitzki engagiert sich für Unicef gegen Mangelernährung
Foto: Unicef/Hyou Vielz
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UNICEF Dirk Nowitzki Dallas Mavericks Basketball


In seinem Beruf hat Dirk Nowitzki normalerweise mit Basketbällen zu tun. Dass er auch mit wesentlich kleineren Gegenständen sehr filigran umgehen kann, beweist der Star das Dallas Mavericks nun in einem neuen Spot für Unicef.
Schauplatz ist eine Turnhalle in Köln-Nippes, wo Nowitzki einer Gruppe Schüler beim Basketball spielen zuschaut und dabei genüsslich eine Handvoll Erdnüsse verspeist - bis ein kleines Mädchen sich zu dem 2,13-Meter Hünen auf die Tribüne gesellt und ihn mit ihrem skeptischen Blick dazu bringt, sich die Erdnüsse auf immer kunstvollere Weise in den Mund zu werfen. Das will die Kleine aber gar nicht sehen: Zufrieden ist sie erst, als Nowitzki eine Packung Erdnusspaste in die Kamera hält. Unicef vertreibt das Nahrungsergänzungsmittel, das nach Aussage der Kinderhilfsorganisation ein wirksames Mittel im Kampf gegen Mangelernährung ist. Denn eine Packung enthält laut Unicef 500 Kalorien und setzt sich zusammen aus Erdnüssen, Öl, Milchpulver und Zucker sowie lebenswichtigen Vitaminen und Spurenelementen. Bei der Verteilung ist Unicef auf Spenden angewiesen: Bereits mit 36 Euro könne ein Kind einen Monat lang mit Erdnusspaste versorgt werden, wie Unicef erklärt.

Zu sehen ist der von Unicef inhouse konzipierte und von Regisseur Christian Rau umgesetzte Spot ab Mitte September im TV, im Kino und online. So ist er etwa in ein Webspecial eingebettet, in dem Unicef Hintergrundinformationen zu der Erdnusspaste liefert. Anknüpfungspunkt für die Kampagne ist ein Auftritt aus dem Vorjahr. Schon damals inszenierte Unicef die Erdnuss als Lebensretter. Die Kampagne wurde seinerzeit pro bono von Jung von Matt/Spree umgesetzt:
Dirk Nowitzki ist seit vergangenem Jahr Unicef-Botschafter. Der Basketball-Superstar soll mit seiner Popularität die öffentliche Aufmerksamkeit stärker auf das globale Problem der Mangelernährung bei Kindern richten. "So vielen Kindern fehlen Dinge, die für uns selbstverständlich sind: sauberes Wasser, eine Schule, in der man etwas lernt, ein funktionierendes Umfeld. Ich freue mich, dass ich den Status habe, um auf Probleme dieser Art hinzuweisen", so Nowitzki bei seiner Botschafter-Ernennung im vergangenen Jahr.

Derzeit fällt der gebürtige Würzburger jedoch nicht nur als Testimonial im Einsatz für die gute Sache auf: Heute startet in den Kinos der Dokumentarfilm "Der perfekte Wurf", in dem Regisseur Sebastian Dehnhart den Weg Nowitzkis vom Schüler zum gefeierten Star in der amerikanischen Basketball-Profiliga NBA nachzeichnet. ire
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