Umsatzstärkste Fußballclubs Bayern München verdrängt Manchester United

Donnerstag, 23. Januar 2014
Arjen Robben erzielte das Siegtor der Bayern im CL-Finale (Bild: ZDF Mediathek)
Arjen Robben erzielte das Siegtor der Bayern im CL-Finale (Bild: ZDF Mediathek)


Der FC Bayern München hat nach über zehn Jahren wieder einen Platz unter den Top 3 der umsatzstärksten Fußballclubs der Welt erobert: Im vergangenen Jahr erwirtschaftete der Triple-Sieger einen Rekordumsatz von 431,2 Millionen Euro, wie das Wirtschaftsprüfungsunternehmen Deloitte in seiner "Football Money League" ermittelte. Ganz oben stehen zwei Clubs aus Spanien.
Die Top 20 der "Football Money League" (Grafik: Deloitte)
Die Top 20 der "Football Money League" (Grafik: Deloitte)
Die beiden Schwergewichte Real Madrid und FC Barcelona setzten sich zum fünften Mal in Folge an die Spitze des Rankings. Die "Königlichen" aus der spanischen Hauptstadt erzielten in der Saison 2012/13 einen Umsatz von 518,9 Millionen Euro, Barcelona kommt auf 482,6 Millionen Euro. Bayern München verdrängte indes Manchester United auf Rang vier: Der Umsatz des englischen Rekordmeisters belief sich in der abgelaufenen Saison auf 423,8 Millionen Euro. Alle in der Tabelle angegebenen Werte beinhalten noch keine Transfererlöse.

"Dieses Ergebnis ist vor allem bei den ungleichen Kräfteverhältnissen durch die dezentrale TV-Rechtevermarktung in Spanien ein enormer Erfolg für den FC Bayern München", sagt Karsten Hollasch, Partner und Leiter der Sport Business Gruppe bei Deloitte. "Gleichzeitig ist unser aktuelles Umsatzranking ein Indiz, dass sich die deutschen Top-Clubs und die Fußball-Bundesliga auf einem vielversprechenden Weg befinden."

Denn unter den Top 20 der Football Money League befinden sich auch Borussia Dortmund (256,2 Millionen Euro Umsatz), der FC Schalke 04 (198,2 Millionen) und der Hamburger SV (135,4 Millionen). Die Dortmunder konnten ihren Umsatz durch das Erreichen des Champions League Finales um bemerkenswerte 30 Prozent steigern und verbesserten sich um einen Platz im Ranking auf Rang 11. Die Schalker generierten eine Erlössteigerung von 14 Prozent und schoben sich zwei Platze auf Rang 13 nach vorne. Der HSV konnte um 12 Prozent bzw. drei Plätze zulegen und findet sich auf Rang 17 - obwohl der Nordclub in der vergangenen Saison international nicht vertreten war.

Insgesamt haben die Top-20-Clubs ihre kumulierten Umsätze um etwa 413 Millionen Euro (+ 8 Prozent) auf erstmals über 5 Milliarden Euro gesteigert. "Zum einen sind die starken Umsatzzuwächse bei Clubs wie Manchester City und Paris St.-Germain hierfür wesentliche Treiber, zum anderen ist das Volumen der UEFA-Ausschüttungen an die europäischen Clubs um mehr als 150 Millionen Euro gegenüber der Vorsaison gestiegen", so Hollasch. "Allein die neuen TV-Verträge der Premier League und der Bundesliga zeigen, dass sich das Umsatzvolumen der Football Money League in 2013/14 nochmals deutlich vergrößern wird." ire
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