Umfrage Audi ist die beliebteste Automarke der Generation Y

Freitag, 11. Dezember 2015
Audi - hier ein A7 Sportsback - ist bei den jungen Autofahrern besonders beliebt
Audi - hier ein A7 Sportsback - ist bei den jungen Autofahrern besonders beliebt
Foto: Audi
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Bei Menschen in Deutschland zwischen 18 und 35 Jahren ist Audi die beliebteste Automarke. Das hat eine gemeinsame Umfrage der GMK Markenberatung und der "Wirtschaftswoche" ergeben. 27 Prozent der 1281 Befragten nannten die Ingolstädter Premiummarke. Dahinter klafft eine große Lücke.
Zweitplatzierter ist BMW mit 17 Prozent der Nennungen. Es folgen das durch "Dieselgate" angezählte Volkswagen (13 Prozent), Mercedes-Benz (11 Prozent), Ford, Opel und Porsche (jeweils 4 Prozent) sowie Tesla (2 Prozent), Lamborghini (2 Prozent) und Mini (1,5 Prozent). Audi kann dabei geschlechterübergreifend punkten und ist sowohl bei Frauen als auch bei Männern die klare Nummer 1.

Die beliebtesten Automarken der Generation Y

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"Audi versteht die Generation Y und ihre Bedürfnisse offensichtlich besser als Mitbewerber BMW, der deutlich hinterherhinkt", so Hans Meier-Kortwig, Inhaber der GMK Markenberatung. Ausschlaggebende Kriterien waren für die Befragten dabei Qualität und Design - dies gilt allerdings nicht nur für Audi. Letztlich waren diese Merkmale über alle Marken hinweg die meistgenannten. Es gibt aber noch weitere Gründe, welche die Markenpräferenz der Generation Y beeinflussen: Bei den Premiummarken Audi, BMW, Porsche und Mercedes-Benz spielen beispielsweise auch Sportlichkeit, Fahrvergnügen, Leistung (starke Motoren, schnelle Autos) sowie Technik, Innovation und das Markenimage eine bedeutende Rolle.

Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang das Abschneiden von Tesla. Bei jungen Männern hat die Elektro-Marke eine ähnliche Anziehungskraft wie Porsche. "Tesla ist es gelungen, ein neues Statusgefühl zu etablieren – eine neue Art von nachhaltigem Luxus, der gleichzeitig Spaß macht", erklärt Meier-Kortwig.Für den Markenexperten ist das Ranking daher auch nur eine Momentaufnahme: "Das Beispiel Tesla zeigt, wie schnell ein branchenfremder Marktteilnehmer in kürzester Zeit zu einem ernst zu nehmenden Wettbewerber für etablierte Autobauer werden kann." Künftig werde die emotionale Bindungskraft einer Marke für ihren Erfolg von noch größerer Bedeutung sein - besonders bei den jungen Zielgruppen. Dies gelte umso mehr vor dem Hintergrund, dass immer mehr Autobauer neue Mobilitätskonzepte entwickeln und ihr Markenportfolio auf diese Weise aufwerten wollen. "Aufgabe der Markenkommunikation ist es dabei, die neuen Mobilitätsversprechen in nachvollziehbare, differenzierende Markenerlebnisse für den Kunden zu übersetzen", so Meier-Kortwig. Dass das Automobil so schnell seinen Status als wichtigstes Fortbewegunsgmittel verliert, ist der Umfrage zufolge momenten übrigens nicht abzusehen: 78 Prozent der jungen Erwachsenen bewegt sich am liebsten mit dem eigenen Automobil fort. Nur 15 Prozent setzen auf Alternativen wie Fahrrad, Bus oder Bahn, 3 Prozent der Befragten nehmen Car-Sharing-Dienste wie car2go oder DriveNow in Anspruch.

"Dass die Generation Y das Auto als Referenzpunkt verloren hat, wie so oft beschworen, lässt sich nicht bestätigen", lautet Meier-Kortwigs Einschätzung. "Vielmehr zeigt sich, dass diese Altersgruppe klare Markenpräferenzen hat und dass das eigene Auto auch künftig als wichtigstes Fortbewegungsmittel angesehen werden wird." ire
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