Umbau beim ADAC Geschäftsführer Karl Obermair wird Automobilclub verlassen

Dienstag, 25. Februar 2014
ADAC-Geschäftsführer Karl Obermair steht vor dem Rücktritt (Bild: ADAC)
ADAC-Geschäftsführer Karl Obermair steht vor dem Rücktritt (Bild: ADAC)


Die ADAC-Krise fordert ein weiteres personelles Opfer. Der Automobilclub hat nach eigener Darstellung mit dem Vorsitzenden der Geschäftsführung, Karl Obermair, Gespräche über eine einvernehmliche Trennung begonnen. Damit verliert der nächste hochrangige Manager des Pannenhelfervereins seinen Job.
Der ADAC scheint es mit der personellen Erneuerung ernst zu meinen. Nach Kommunikationschef Michael Ramstetter, Ex-Präsident Peter Meyer muss nun auch Hauptgeschäftsführer Karl Obermair gehen. Der ADAC-Manager hatte bei der Preisverleihung zum "Lieblingsauto der Deutschen" am 16. Januar die Manipulationsvorwürfe in der "Süddeutschen Zeitung" scharf zurückgewiesen. Der Geschäftsführer sprach damals von "Unterstellungen und Unwahrheiten". Nur einen Tag später gestand Ramstetter allerdings die Fälschungen ein. Der Pressechef ging, Obermair blieb und versprach alles für die Aufklärung der Vorgänge zu tun.

Dennoch war er für viele ein Gesicht der Affäre. Mehrfach forderten Experten, dass auch er seinen Stuhl räumen müsse, wenn es der ADAC es mit einem Neuanfang ernst meine. Genau das passiert jetzt. Gleichwohl ist August Markl eines wichtig: "Ich will betonen, dass Herr Obermair nach dem heute vorgestellten Abschlussbericht der Wirtschaftsprüfer in keiner Weise mit den Manipulationen um die Auszeichnung 'Gelber Engel' zu tun hatte. Ich bedanke mich im Namen des ADAC bei ihm für den großen Einsatz für den ADAC, besonders auch für den in Gang gesetzten Reformprozess", sagt der Erste Vizepräsident und kommissarische Vorsitzende des Präsidiums.

Neues Mitglied in der ADAC-Geschäftsführung: Marion Ebentheuer
Neues Mitglied in der ADAC-Geschäftsführung: Marion Ebentheuer
Und Obermair, dessen Bild bereits von der Homepage verschwunden ist, ist nicht der einzige, der geht. Mit Stefan Weßling verlässt ein weiterer Geschäftsführer den Club. "Ich möchte die aktuelle Zäsur nutzen, um den Weg frei zu machen für einen Reformprozess, der mit frischem Blick und neuen Ideen dem ADAC ein zeitgemäßes und zukunftssicheres Profil gibt," begründet Weßling die einvernehmliche Trennung. Gleichzeitig rückt ab 1. März Marion Ebentheuer die Geschäftsführung. Sie ist seit 1996 beim ADAC und war in verschiedenen Führungsfunktionen tätig, zuletzt als stellvertretende Vorsitzende des Vorstandes der ADAC-Schutzbrief Versicherungs-AG, sowie der ADAC Rechtsschutz Versicherungs-AG. mir
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